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Felix Neureuther siegte letzte Saison in Kitzbühel und Garmisch © getty

Der Slalomspzialist meistert den schweren Chuenisbärgli und sammelt Selbstvertrauen. Jetzt kann er mal wieder "richtig einen rausknallen".

Adelboden/München - Die Nerven behalten, ein Top-10-Ergebnis eingefahren und Selbstvertrauen getankt:

Deutschlands Vorzeige-Skifahrer Felix Neureuther hat rund einen Monat vor der Heim-WM in Garmisch Partenkirchen beim Weltcup-Wochenende im schweizerischen Adelboden "zwei positive Tage" erlebt und blickt voller Zuversicht auf das Großereignis in heimischen Gefilden.

Nach Platz 20 im Riesenslalom fuhr der 26-Jährige in seiner Paradedisziplin Slalom bei schweren Bedingungen am Sonntag auf den sechsten Rang - und zeigte, was möglich ist. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

"Ich kann wirklich nur Positives mitnehmen", sagte Neureuther nach den beiden Weltcup-Rennen. Nachdem ihm am Samstag beim Riesenslalom im zweiten Durchgang der zweitbeste Lauf geglückt war, unterstrich er auch im Slalom seine Ambitionen und kündigte sogar an: "Ich habe noch Reserven und weiß, was ich machen muss, um noch schneller zu werden".

Favoritensterben am Chuenisbärgli

Für Experimente bot der anspruchsvolle Kurs auf dem traditionsreichen "Chuenisbärgli" allerdings keinen Raum. Freuen konnte sich Neureuther, der im Berner Oberland schon zweimal auf Platz drei gefahren war, zunächst darüber, "dass ich im Ziel angekommen bin".

Denn zahlreiche Favoriten waren auf der bei frühlingshaften Temperaturen zunehmend schlechter werdenden Piste schon früh gescheitert. "Es war sicher kein einfaches Rennen", sagte auch Neureuther, deshalb gebe der sechste Platz besonders viel "Vertrauen und Sicherheit".

Form zeigt nach oben

Nach fünf Slaloms stehen für Neureuther immerhin schon drei Top-10-Platzierungen zu Buche. Die Formkurve des Partenkircheners zeigt auch im Riesenslalom nach oben. (DATENCENTER: Alle Weltcup-Ergebnisse 2010/11)

Die kommenden vier Wochen wolle er deshalb nutzen, um "noch mehr Sicherheit aufzubauen": Dann könne er auch mal wieder "richtig einen rausknallen", kündigte der 26-Jährige an.

Kostelic vor zwei Österreichern

Das war am Wochenende anderen gelungen: Unbeirrt von den schlechten Bedingungen fuhr der Kroate Ivica Kostelic am Sonntag zu seinem zweiten Saison- und insgesamt 13. Weltcup-Sieg.

Auf Rang zwei und drei folgten die Österreicher Marcel Hirscher (0,26 Sekunden zurück) und Reinfried Herbst (1,29). Kostelic übernahm auch die Führung im Gesamt-Weltcup sowie der Disziplin-Wertung.

Zwei Sieger beim Riesenslalom

69 Punkte liegt der 31-Jährige nun im Gesamt-Klassement vor dem Norweger Aksel Lund Svindal, der beim Riesenslalom am Samstag gemeinsam mit dem Franzosen Cyprien Richard einen Doppelsieg gefeiert hatte.

In der Slalom-Wertung überholte Kostelic Andre Myhrer aus Schweden, der nur auf den 16. Platz gefahren war. Kostelic liegt nun 49 Punkte vor Myhrer, Neureuther verbesserte sich immerhin vom 16. auf den neunten Platz.

Dopfer chancenlos im Slalom

Ein ganz und gar nicht positives Wochenende erlebten hingegen die übrigen deutschen Fahrer.

Fritz Dopfer (Garmisch) konnte das erhoffte WM-Ticket, für das er noch einmal unter die Besten 15 fahren muss, nicht lösen. Nach Platz 37 im Riesenslalom wurde dem 23-Jährigen im Slalom die vollkommen zerstörte Piste zum Verhängnis: Dopfer kam chancenlos als 44. ins Ziel.

Auch Stefan Luitz (Bolsterlang) als 56. des Riesenslaloms sowie Dominik Stehle (Obermaiselstein), der im Slalom 43. wurde, enttäuschten.

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