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Marlis Schild gewann in Levi, Chourchevel, Semmering und Zagreb den Slalom © getty

Marlies Schild spricht im SPORT1-Interview über das Duell beim WM-Slalom mit Maria Riesch und die Angst um ihren Lebensgefährten.

Von Rainer Nachtwey

München - Sie hatte das Geschehen im Slalom dominiert.

Drei Rennen gewann Marlies Schild in Folge, doch dann schied sie ausgerechnet beim Heimrennen in Flachau aus. "Das wirft mich nicht um", sagt die Österreicherin bei SPORT1.

Bei der WM in Garmisch geht Schild gemeinsam mit Maria Riesch als große Favoritin auf Slalom-Gold ins Rennen. (DATENCENTER: Alle Weltcup-Ergebnisse 2010/11)

Und die Lebensgefährtin von Österreichs Ski-Star Benjamin Raich hat gute Erinnerungen an Garmisch. Im Vorjahr entschied die 29-Jährige die Generalprobe am Gudiberg für sich.

Vor der WM-Generalprobe am Arber (ab 9.45 Uhr im LIVE-TICKER) spricht Marlies Schild im SPORT1-Interview über ihre Form, ihre Konkurrentinnen und ihre Angst um Benjamin Raich.

SPORT1: Frau Schild, der Slalom in Maribor fiel dem Wetter zum Opfer. Die Pausen zwischen dem letzten in Flachau, dem am Arber und dem WM-Slalom sind sehr groß. Sind Sie froh, dass Sie mal durchschnaufen können?

Marlies Schild: Ein wenig schon. Es war davor ein straffes Programm. Außerdem war ich gesundheitlich ein wenig angeschlagen, hatte eine Grippe. Daher kam mir das entgegen. Andererseits lief es bei mir recht gut. Und die Pausen sind durch den Ausfall von Maribor schon recht groß.

SPORT1: Haben Sie das Ausscheiden in Flachau noch im Hinterkopf? (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Schild: Ein Ausscheiden kommt mal vor, ich bin keine Maschine. Das wirft mich nicht um. Aber generell wäre ich natürlich am liebsten gleich in Maribor gefahren.

SPORT1: Vier Siege bei sechs Starts: Was macht Sie derzeit so stark?

Schild: Ich fühle mich gut, stehe sicher auf dem Ski, es läuft einfach. Ich habe eine sehr gute Vorbereitung gehabt. Und der Sieg beim Saison-Abschluss hat natürlich auch sehr geholfen.

SPORT1: Maria Riesch und Sie haben sich bei den letzten Slaloms spannende Duelle geliefert. Wird das auch beim WM-Slalom das Duell sein?

Schild: Die Maria ist in einer sensationellen Form. Sie ist eine sehr harte Gegnerin. Aber es ist ja nicht nur Schild gegen Riesch. Es gibt viele, die um den Sieg fahren können. Die Tanja (Poutiainen, Anm. d. Red.) und Pietilä-Holmner haben dieses Jahr schon gewonnen.

SPORT1: Sie haben beim Weltcup-Finale 2010 die WM-Generalprobe gewonnen. Mögen Sie den Hang?

Schild: Ich mag Hänge, die steil sind. Und das ist in Garmisch der Fall. Ich bin zwar letztes Jahr zum ersten Mal gefahren, aber ich bin gleich gut zurechtgekommen.

SPORT1: Sie haben wegen eines Schien- und Wadenbeinbruchs in der Saisonvorbereitung 2008 eineinhalb Jahre pausieren müssen. Haben Sie noch Nachwirkungen von der schweren Verletzung?

Schild: Ich spüre immer noch etwas, aber das ist mittlerweile normal. Das gehört dazu. Aber deswegen starte ich auch nur in den technischen Disziplinen.

SPORT1: Wann werden Sie in den Speed-Disziplinen wieder an den Start gehen?

Schild: Da habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht. Aber sicherlich nicht mehr dieses Jahr.

SPORT1: Sie haben 2007 den Gesamt-Weltcup knapp verpasst. Ist er für die Zukunft wieder ein Ziel?

Schild: Nein, der Gesamtweltcup ist erstmal kein Thema mehr. Aber mal sehen, was noch kommt.

SPORT1: Wie haben Sie den schweren Sturz von Hans Grugger in Kitzbühel erlebt?

Schild: Das ist natürlich sehr schlimm. Ich hoffe, dass er bald aufwacht und wieder gesund wird. Wenn man wie ich mit ihm schon Jugendrennen gefahren ist, berührt das einen besonders.

SPORT1: Ihr Lebensgefährte Benjamin Raich ist nach dem schweren Sturz von Hans Grugger (339707Bilder) in Kitzbühel an den Start gefahren. Hatten Sie Angst um ihn?

Schild: Benni hatte ja auch eine heikle Situation im Super-G zu überstehen, als er einen Verschneider hatte. Da hat man dann schon ein mulmiges Gefühl.

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