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Hans Grugger wurde 2001 Junioren-Vizeweltmeister im Riesenslalom © imago

Bei seinem Horror-Crash verletzt sich der Österreicher viel schwerer als bisher bekannt. Die Überlebenschance lag bei nur 50 Prozent.

München/Innsbruck - Hans Grugger hat bei seinem Horror-Sturz in Kitzbühel (339707Bilder) offenbar gleich ein ganzes Dutzend Schutzengel an seiner Seite gehabt:

Wie die Ärzte des Landeskrankenhauses Innsbruck erst jetzt bekanntgaben, hatte sich der Österreicher bei seinem Sturz weitaus schwerwiegendere Verletzungen zugezogen als zunächst angenommen worden war.

"Herr Grugger hat ein schweres Schädelhirntrauma mit einer subduralen Blutung zwischen Hirn- und Schädelknochen erlitten. Das war für das akute Koma verantwortlich", berichtete Claudius Thome.

Und der Direktor der Universitätsklinik für Neurochirurgie ergänzte: "Das Risiko zu sterben, liegt laut Erfahrungswerten bei 40 bis 50 Prozent". (DATENCENTER: Alle Weltcup-Ergebnisse 2010/11)

Halsschlagader eingerissen

Außerdem hatte sich der 29-Jährige Brüche der Halswirbelsäule, Rippenbrüche und eine Lungenquetschung zugezogen.

Schwerwiegend hinzu kam, dass man bei Grugger einen Einriss der Halsschlagader feststellte.

"Relativ viele Patienten bleiben anhaltend behindert, zum Teil sogar schwerbehindert", so Thome.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

Ärzte mit Heilungsverlauf zufrieden

Doch die Ärzte sind zuversichtlich, dass der Salzburger den Sturz ohne Spätfolgen überstehen wird. Grugger ist inzwischen aus dem künstlichen Tiefschlaf erwacht und kommuniziert mit Ärzten und Angehörigen.

Alexandra Kofler, ärztliche Direktorin, sprach bei einer Pressekonferenz derweil von "wirklich erfreulichen Nachrichten".

Grugger habe seine Familie erkannt, aber "komplexes Denken ist noch nicht möglich, das ist aber normal. Er hat ein hirnorganisches Psychosyndrom", so Thome.

Grugger, der derzeit noch eine Minderbewegung im rechten Bein aufweist, soll noch eine Woche auf der Intensivstation der Neurochirurgie verbleiben und anschließend mit der Rehabilitation beginnen.

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