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Elisabeth Görgl gewinnt mit der Gold-Medaille im Super-G ihren ersten großen Titel © getty

Bei der Eröffnungsfeier sorgt sie für Stimmung, im Rennen düpiert sie die Konkurrenz: Görgl gelingt der erste große WM-Coup.

Garmisch-Partenkirchen - Bei der Eröffnungsfeier rockte Elisabeth Görgl mit dem offiziellen WM-Song noch 11.000 begeisterte Zuschauer, wenige Stunden später schockte sie die Konkurrenz:

Mit ihrem überraschenden Triumph beim Super-G in Garmisch-Partenkirchen348308(die Bilder) sorgte die Österreicherin zum Auftakt der alpinen Ski-WM für einen Paukenschlag. 348235(DIASHOW: Ouvertüre in rotem Glanz)

"Ich hab zu Lizz gesagt: Singen und G'winnen passt super zusammen. Wir sind alle super happy, dass sie das so umgesetzt hat", sagte Hans Pum, Alpindirektor des österreichischen Skiverbandes (ÖSV), über den Coup der 29-Jährigen.

"Man muss da den Mut haben"

Görgl zählte als Siegerin des Weltcup-Super-G von Lake Louise in der Vorsaison zwar zum erweiterten Favoritenkreis. (DATENCENTER: Alle Weltcup-Ergebnisse 2010/11)

Dass sie aber Gold gewinnen würde, war für alle überraschend - nur nicht für sie. "Es hat alles genau so geklappt, wie ich es mir vorgenommen hatte", sagte "Goldkehlchen" Görgl über ihre Triumphfahrt.

Die Verhältnisse auf der extrem eisigen "Kandahar" seien ihr "sicherlich entgegengekommen", betonte sie. (Lara Gut im Sport1-Interview)

Warum das so war, erklärte Pum so: "Man muss da den Mut haben, den Ski richtig hinzudrücken."

Das gelang keiner Starterin so gut wie Görgl, die Julia Mancuso (USA) und Maria Riesch auf die Plätze verwies.

Erster großer Titel

Für Görgl war es nach zwei Bronzemedaillen bei Olympia in Vancouver und Rang drei bei der WM-Super-Kombination 2009 der erste große internationale Titel.

Das Skifahren wurde der Steirerin gewissermaßen in die Wiege gelegt: Mutter Traudl Hecher-Görgl gewann 1960 in Squaw Valley und 1964 in Innsbruck jeweils Abfahrts-Bronze bei Olympia.

Ihr Bruder Stephan Görgl entschied zwei Rennen im Weltcup für sich, bei Elisabeth Görgl sind es drei (zwei im Riesenslalom).

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

"Lizz und Crizz"

Nach drei Kreuzbandrissen mit 16, 17 und knapp 20 Jahren musste sich die mittlerweile 29-Jährige immer wieder herankämpfen.

Wohl auch deshalb wurde ihr in der Heimat oft der Vorwurf gemacht, sie wirke zu verbissen. Das widerlegte Görgl am Montagabend mit ihrer Einlage bei der Eröffnungsparty.

Als Teil des Duos "Lizz und Crizz" gab sie das offizielle WM-Lied "You're the Hero - between Heaven and Hell" (Du bist der Held - zwischen Himmel und Hölle) zum besten.

"Mir macht das Singen großen Spaß, ich tanze auch gerne", sagte Görgl, "da war ich in meinem Element." Wie rund 16 Stunden später auf der Piste.

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