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Lindsey Vonn gewann 2009 in Val d'Isere WM-Gold im Super-G und der Abfahrt © getty

Rieschs Dauerrivalin muss das erste Abfahrtstraining auslassen. Eine Französin setzt die Bestzeit. Die WM-Splitter.

Garmisch-Partenkirchen - Maria Riesch musste das erste Abfahrtstraining auf der Kandahar abbrechen, ihre Dauerrivalin Lindsey Vonn nahm erst gar nicht teil.

Die Amerikanerin hätte mit Startnummer eins auf der WM-Strecke fahren sollen, erschien aber nicht.

"Ich habe mich noch immer nicht voll von der Gehirnerschütterung erholt und habe immer noch nicht die Konzentration, Agilität und mentale Schnelligkeit, um so zu fahren wie ich es gewohnt bin", begründete die Abfahrts-Olympiasiegerin ihre Trainings-Absage.

Eine Teilnahme an der Super-Kombination scheint mittlerweile ausgeschlossen. "Es ist noch nicht offiziell, aber es sieht danach aus", äußerte sich Ehemann Thomas Vonn in der "Bild" skeptisch.

Sie werde auch weiter auf Trainingseinheiten verzichten - "bis es mir wieder besser geht. Wie lange das dauert, kann ich noch nicht sagen."

Kopfschmerzen während des Rennens

Nach dem Super-G am Dienstag hatte Vonn erneut über Kopfschmerzen geklagt, nachdem sie am Mittwoch vergangener Woche bei einem Trainingssturz auf den Kopf gefallen war.

Um an der Super-Kombination am Freitag teilnehmen zu können, müsste die viermalige Kombinations-Siegerin den Trainingslauf am Donnerstag absolvieren.

Bereits am Vortag hatte Vonn mit einem Verzicht auf die Super-Kombination (Fr., ab 9.45 Uhr im LIVE-TICKER) kokettiert: "Wenn es nicht geht, wenn es zu gefährlich ist, sollte ich nicht starten. Ich muss schauen, dass ich für die Abfahrt wieder fit werde."

SPORT1 hat weitere Nachrichten zur Ski-WM in Garmisch zusammengestellt.

Französin gewinnt Abfahrtstraining

In Abwesenheit der angeschlagenen Favoritinnen Maria Riesch und Lindsey Vonn hat Marie Marchand-Arvier das erste Training für die WM-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen gewonnen. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Die Französin bewältigte die schwierige, zuvor allerdings leicht entschärfte Piste "Kandahar" in einer Zeit von 1:51,23 Minuten und lag eine Zehntelsekunde vor Lara Gut aus der Schweiz. Dritte wurde Ingrid Jacquemod (Frankreich/0,33 Sekunden zurück).

[kaltura id="0_v80qunff" class="full_size" title="Vonn am Boden: "Ich bin frustriert""]

Neben Riesch und Vonn hatte auch Super-G-Siegerin Elisabeth Görgl auf einen Start verzichtet.

Das Ergebnis des ersten Testlaufes war nur wenig aussagekräftig. Zahlreiche Rennläuferinnen absolvierten das Training wie eine Besichtigungsfahrt - nicht in der kompakten Abfahrtsposition.

Die für die WM gebauten Piste war vor dem Training noch etwas entschärft worden. Um Stürze zu vermeiden, rauhten Pistenarbeiter an der Einfahrt zur "Hölle" die Strecke etwas auf.

Fischbacher für WM-Abfahrt fraglich

Super-G-Olympiasiegerin Andrea Fischbacher muss nach ihrem Sturz zum WM-Auftakt 348308(DIASHOW: Die Bilder vom Super-G) möglicherweise auf einen Start bei der Abfahrt am Sonntag verzichten.

Die 25 Jahre alte Österreicherin hat sich bei ihrem Unfall am Dienstag eine schmerzhafte Prellung des Fersenbeines, des Ober- und des Unterschenkels zugezogen.

Auf das erste Abfahrtstraining am Mittwoch verzichtete Fischbacher wegen der Verletzung.

Saison-Aus für Köhle

Für die nicht für die WM nominierte Österreicherin Stefanie Köhle ist die Saison vorzeitig beendet. Wie sich erst jetzt herausstellte, hat sie sich beim Training in der vergangenen Woche einen Riss des Außenmeniskus' und einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie zugezogen.

Köhle fällt sechs Monate aus. Bereits 2003 hatte sich die 24 Jahre alte Athletin dasselbe Kreuzband gerissen.

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