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Maria Riesch übernimmt nach der zweiten Super-Kombi der Saison Platz 1 in der Disziplin-Wertung © getty

Bei der Super-Kombi von Are landet Maria Riesch einen Big Point im Duell mit Lindsey Vonn. Die Genugtuung ist ihr anzumerken.

Are/München - Der Hals kratzte ein bisschen, doch Maria Riesch machte ein glückliches Gesicht: Sechs Tage nach ihrem letzten Rennen bei der alpinen Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen gelang der Doppel-Olympiasiegerin zum Auftakt des Endspurts im Weltcup ein wichtiger Sieg im Kampf um die "große Kristallkugel".

Im schwedischen Are gewann die Partenkirchnerin den ersten von drei Wettbewerben. In der Super-Kombination fuhr sie zum fünften Mal in diesem Winter auf Rang eins. (DATENCENTER: Ergebnisse und Termine)

Zugleich baute sie damit ihre Führung im Gesamtweltcup auf 216 Punkte vor der Amerikanerin Lindsey Vonn aus.

"Die letzten Wochen sind super gelaufen"

Die Erleichterung und Genugtuung waren Maria Riesch bei strahlend blauem Himmel deutlich anzusehen. "Die letzten Wochen sind super gelaufen", sagte sie, auch wenn sie zugab, "dass ich für die WM natürlich höhere Ziele hatte".

Doch bei den Titelkämpfen in ihrem Heimatort kam eine Virusgrippe dazwischen. "Ich habe noch das Beste draus gemacht und zwei Medaillen gewonnen", betonte Maria Riesch.

Zum erhofften Gold hatte es in "GAP" nicht gereicht - zweimal Bronze blieben übrig, in Abfahrt und Super-G. Den Titel als Weltmeisterin im Slalom verlor sie an Marlies Schild aus Österreich.

Der Beweis ihrer Allround-Vormacht

Für den Endspurt im Zweikampf um die große Kristallkugel aber scheint Maria Riesch trotz leichter Erkältung bestens gewappnet.

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Am Morgen hatte sie nach dem Super-G noch knapp hinter Lindsey Vonn auf Rang zwei gelegen (0,16 Sekunden zurück), im Slalom bewies die Olympiasiegerin in der Super-Kombination, dass sie in der Tat die beste Allrounderin im Weltcup ist.

Nach einem souveränen Lauf im Slalom lag Riesch am Ende 0,40 Sekunden vor Riesenslalom-Weltmeisterin Tina Maze aus Slowenien und 0,66 Sekunden vor Abfahrts- und Super-G-Weltmeisterin Elisabeth Görgl aus Österreich.

Noch vier Speed-Rennen

Lindsey Vonn fiel im Slalom auf Rang sechs zurück. Im 24. Rennen der Weltcup-Saison machte Maria Riesch damit auf einen Schlag 60 Punkte im Vergleich zu Vonn gut - ein wichtiges Resultat mit Blick auf den Rest der Saison.

Elf Wettbewerbe stehen noch auf dem Programm - nach der Abfahrt (Samstag) und dem Super-G (Sonntag) in Are folgen inklusive des Weltcup-Finales im Schweizer Lenzerheide (16. bis 20. März) weitere vier so genannte Speed-Rennen, in denen Titelverteidigerin Lindsey Vonn wohl eher wieder Punkte gutmacht auf die Freundin und Dauerrivalin.

Eine Super-Kombi wird noch gefahren, dazu je zweimal Riesenslalom und Slalom.

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