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Durch den sechsten Saisonsieg baut Maria Riesch ihren Vorsprung im Gesamt-Weltcup wieder aus © getty

In Are treiben die Alpin-Asse ihr Duell auf die Spitze. Mit dem Wimpernschlag-Sieg im Super-G gewinnt Riesch den direkten Vergleich.

Are - Maria Riesch gönnte sich ein zufriedenes Lächeln. "Das war ein super Wochenende für mich", sagte sie, und das war fast noch untertrieben.

Sieg am Freitag in der Super-Kombination, Dritte am Samstag in der Abfahrt, erster Sieg in einem Super-G seit drei Jahren am Sonntag. (DATENCENTER: Ergebnisse und Termine)

Eine Woche nach dem Abschluss der alpinen Ski-Weltmeisterschaften in ihrem Heimatort Garmisch-Partenkirchen, wo sie zweimal Bronze gewann, präsentierte sich die 26-Jährige bei den Weltcup-Rennen im schwedischen Are in bestechender Form.

Das 2:1 gegen Lindsey Vonn, die am Samstag die Abfahrt gewann, hat Maria Riesch neun Rennen vor dem Saisonende ihrem ersten Sieg im Gesamtweltcup den vielleicht entscheidenden Schritt näher gebracht.

Sieg im Gesamt-Weltcup rückt immer näher

196 Punkte beträgt nun ihr Vorsprung auf die Amerikanerin. "Wenn ich am kommenden Wochenende nochmal gut punkten kann, steigen die Chancen von Rennen zu Rennen", sagte Maria Riesch.

Lindsey Vonn, im Super-G lediglich um eine Hundertstelsekunde langsamer als die Freundin und Rivalin, erklärte: "Meine Chancen sind momentan nicht so groß."

In der Tat scheint Maria Riesch die "große Kristallkugel" kaum noch zu nehmen.

Am kommenden Wochenende wird im italienischen Tarvisio das identische Programm gefahren wie in Are, wo die Doppel-Olympiasiegerin sehr erfolgreich im Revier, sprich: den Spezialdisziplinen von Lindsey Vonn wilderte.

Riesch um 25 Zentimeter vorne

Abfahrt und Super-G sind die Domänen der Amerikanerin, doch in den beiden Speed-Rennen im WM-Ort von 1954 und 2007 sammelte sie nur 20 Punkte mehr als Maria Riesch. In der Super-Kombination hatte sie nur Rang sechs belegt.

Besonders schmerzte Lindsey Vonn die hauchdünne Niederlage im Super-G.

Beinahe entnervt warf sie den Kopf zurück, als Maria Riesch ins Ziel kam und um 0,01 Sekunden oder umgerechnet 25 Zentimeter vorne lag.

[kaltura id="0_c20pcjhp" class="full_size" title="Riesch verpasst Medaille"]

Maria Riesch ihrerseits riss mit einem Schrei die Arme in die Höhe und rief ein paar mal laut "jaaa!".

"Dass ich die Lindsey hier zweimal geschlagen habe, hatte ich nicht erwartet", sagte die Partenkirchnerin nach ihrem ersten Super-G-Erfolg seit Januar 2008. Es war zugleich ihr 20. Sieg im Weltcup - beim 251. Start.

Vonn kämpft: "Es ist noch alles möglich"

Lindsey Vonn will freilich nicht einfach so zur Seite treten nach drei Siegen nacheinander im Gesamtweltcup. "Ich werde kämpfen, es ist noch alles möglich", sagte sie ein wenig trotzig.

Und auch Maria Riesch betonte: "Es ist noch nicht vorbei."

Doch Lindsey Vonn wird sich wohl damit begnügen müssen, die jeweils "kleinen Kristallkugeln" für Abfahrt und Super-G zu gewinnen.

In beiden Wertungen liegt sie vor der zweitplatzierten Maria Riesch, und bei jeweils noch zwei aussstehenden Rennen auch mit einem vermutlich ausreichenden Vorsprung.

Konkurrenz nur Statisten

Die Konkurrenz hat beim Zweikampf von Maria Riesch und Lindsey Vonn um den Gesamtweltcup nur noch eine Statistenrolle.

Bei der Abfahrt am Samstag fuhr die slowenische Riesenslalom-Weltmeisterin Tina Maze auf Rang zwei, im Super-G die Amerikanerin Julia Mancuso auf Rang drei.

Fast unter ging auch, dass Viktoria Rebensburg am Samstag in der Abfahrt mit Rang sechs das zweitbeste Resultat ihrer Karriere in dieser Disziplin erreichte.

Im Super-G belegte sie Rang 13, was immerhin dazu führte, dass die Riesenslalom-Olympiasiegerin nun Gesamtweltcup-Achte ist.

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