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Maria Riesch hat in ihrer Karriere bereits sechs Weltcup-Erfolge eingefahren © getty

Auf ihrer Unglückspiste in Aspen fährt Riesch nur hinterher. Ein Außenseiter triumphiert bei der Herren-Abfahrt in Lake Louise.

München - Ski-Rennläuferin Maria Riesch hat auf ihrer Unglückspiste in Aspen mit einer Sicherheitsfahrt weiter an Boden im alpinen Gesamt-Weltcup verloren.

Während ihre Rivalin Lindsey Vonn eine Woche nach einem schweren Trainingssturz auf Rang vier raste und in der Gesamtwertung nun Zweite ist, musste sich die Partenkirchenerin beim Riesenslalom mit Platz 16 begnügen.

Dagegen sorgten die deutschen Abfahrer für einen Lichtblick: In Lake Louise kamen drei von vier Startern unter die Top 30.

Erinnerungen hemmen Riesch

Drei Jahre nach ihrem schweren Sturz auf der Strecke Ruthie's Run, bei dem sie zum zweiten Mal einen Kreuzbandriss erlitten hatte, ließ es Riesch bei schwierigen Bedingungen langsam angehen.

"Ich habe mich nicht getraut, der Sturz fuhr im Hinterkopf mit. Deshalb konnte ich nicht richtig Gas geben", sagte sie etwas geknickt.

In der Gesamtwertung ist sie nun Sechste, in Führung liegt Tanja Poutiainen (Finnland).

Keine DSV-Dame in den Top 10

Auch Rieschs Mitstreiterinnen waren nicht zufrieden.

Viktoria Rebensburg (Kreuth) fuhr auf Platz zwölf, die Bischofswiesenerin Kathrin Hölzl kam auf den für die Spezialistin enttäuschenden 23. Rang.

Carolin Fernsebner (Ramsau) und Fanny Chmelar (Partenkirchen) schieden bereits im ersten Lauf aus.

Schwierige Wetterverhältnisse

Dort erwischte es bei nahezu irregulären Bedingungen mit sehr starkem Schneefall und eisiger Piste auch die Spanierin Maria Jose Rienda-Contreras, die sich bei einem Sturz am Knie verletzte und wohl für den Rest der Saison ausfällt.

Auch die österreichische Spitzen-Athletin Nicole Hosp musste ins Krankenhaus. Sie kam aber nach der ersten Diagnose ohne schlimmere Blessuren davon.

Weil im Finale kurz vor dem Ziel auch noch die Führende Denise Karbon zu Fall kam, war der Weg frei für die 19 Jahre alte Französin Tessa Worley, die ihren ersten Weltcup-Sieg feierte.

Poutiainen fuhr auf Rang zwei, Elisabeth Görgl (Österreich) wurde Dritte.

Strodl in Lake Louise auf Platz 22

Auch die Abfahrer hatten im kanadischen Lake Louise mit sehr wechselhaften Bedingungen zu kämpfen.

Das deutsche Quartet hatte dabei Glück, dass es erst sehr spät starten musste, als die Sonne wieder raus kam.

So fuhr Peter Strodl als 22. zu seinem besten Weltcup-Ergebnis. Bruder Andreas (beide Partenkirchen) wurde 26., Stephan Keppler aus Ebingen feierte nach seinem Kreuzbandriss als 27. ein gutes Comeback.

Fill düpiert die Konkurrenz

Peter Fill schlug den Favoriten ein Schnippchen und feierte seinen ersten Weltcup-Sieg.

Der Italiener war mit Startnummer 10 ins Rennen gegangen, bevor sich die Sonne für einige Zeit verabschiedete und dichte Wolken Top-Resultate der Favoriten unmöglich machte.

"Ich habe Glück mit der Sonne gehabt und die gute Bedingungen perfekt genutzt", sagte er. In 1:47,40 Minuten verwies Fill den Schweizer Carlo Janka und Hans Olsson (Schweden) auf die Plätze.

Topfavorit Bode Miller (USA) kam nur auf Rang 16.

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