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Hermann Maier feierte seinen letzten Weltcup-Sieg im Januar 2006 in Garmisch © getty

In Lake Louise feiert der Österreicher seinen ersten Weltcup-Sieg seit drei Jahren. Riesch belegt im Slalom nur Rang sechs.

München - Nach einer beinahe dreijährigen Durststrecke ist Ski-Rennläufer Hermann Maier der 54. Weltcup-Sieg seiner langen und bewegten Karriere gelungen.

Maria Riesch musste sich dagegen im Slalom-Wettbewerb von Lake Louise mit Platz sechs begnügen und büßt in der Gesamtwertung weiter an Boden ein.

Eine Woche vor seinem 36. Geburtstag raste der "Herminator" aus Österreich beim Super-G im kanadischen Lake Louise trotz einer Rückenverletzung etwas überraschend und zugleich mit großem Vorsprung auf Rang eins.

"Es ist unvorstellbar für mich", sagte Maier, der in 1:29,84 Minuten klar vor John Kucera aus Kanada (0,59 Sekunden zurück) und Didier Cuche aus der Schweiz (0,68) lag.

Miller geht Ski flöten

Den bis dahin letzten Sieg hatte er bei der Abfahrt am 28. Januar 2006 in Garmisch gefeiert. Nur Bode Miller (USA) war schneller als Maier - allerdings nur bis zur Zwischenzeit, dann verlor der Gesamtweltcupsieger einen Ski.

"Es ist einfach wunderschön. Da weiß man, warum man den Sommer über trainiert", ergänzte Maier.

Maier wollte nicht starten

Wegen einer Rückenverletzung, die er Mitte Oktober erlitten hatte, wollte er zunächst gar nicht zu den Rennen nach Nordamerika reisen.

Trotz eines Querrisses an der Bandscheibe flog er dann doch nach Kanada, sagte aber scherzhaft: "Ich brauche schon vom Bett bis zum Frühstück ein Stunde."

In der Abfahrt auf Rang 17

Am Samstag hatte Maier bei der Abfahrt angesichts extrem wechselnden äußeren Bedingungen immerhin Rang 17 belegt.

Der vom Wetter stark begünstigte Peter Fill aus Italien holte dabei seinen ersten Sieg im Weltcup.

Er gewann vor dem Schweizer Carlo Janka, der mit Startnummer 65 ebenfalls von ausgezeichneten Verhältnissen profitierte, und dem Schweden Hans Olsson.

Peter Strodl (Partenkirchen) holte auf Rang 28 noch drei Weltcuppunkte. Stephan Keppler (Ebingen) belegte nur Rang 46.

Riesch verpasst Spitzenplatzierung

Maria Riesch hat beim sturmumtosten zweiten Weltcup-Slalom des WM-Winters eine erneute Spitzenplatzierung klar verpasst.

Nach ihrem dritten Rang beim Rennen im finnischen Levi zwei Wochen zuvor belegte die Partenkirchenerin bei irregulären äußeren Bedingungen auf der "Eisbahn" in Aspen im US-Bundesstaat Colorado den sechsten Rang.

Zum Platz auf dem Siegertreppchen fehlten ihr einen Tag nach Rang 16 im Riesenslalom 0,75 Sekunden.

Premiere für Zahrobska

Slalom-Weltmeisterin Sarka Zahrobska gewann unterdessen in 1: 39,32 Minuten ihr erstes Weltcup-Rennen vor Nicole Hosp aus Österreich (1:39,55) und Tanja Poutiainen aus Finnland (1:40,29).

"Ich bin sehr glücklich. Ich warte schon lange darauf, war schon ein paar Mal am Podest", sagte die Tschechin und bekannte: "Es war heute sehr schwer. Es war eisig, windig und schlechte Sicht."

Zurückhaltung im zweiten Lauf

Maria Riesch hatte beim Chaos-Rennen, bei dem im zweiten Durchgang sogar ein Hund über die Piste rannte, zunächst auf Rang drei gelegen.

Bei zum Teil orkanartigen Böen und zwischenzeitlichem Eisregen fuhr sie im Finale dann etwas zu zögerlich und fiel zurück.

Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) verbesserte sich dagegen vom 15. auf den 11. Rang. Susanne Riesch (Partenkirchen) belegte Rang 23.

Vonn die Frau der Stunde

Heimliche Siegerin des Tages war Lindsey Vonn aus den USA.

Nach ihrem Überraschungssieg in Levi wurde sie diesmal Vierte, übernahm die Führung im Slalom-Weltcup und liegt nach bisher vier technischen Wettbewerben in diesem Winter hinter Tanja Poutiainen (260) schon wieder auf Rang zwei im Gesamtweltcup (229).

Maria Riesch folgt mit bereits deutlichem Rückstand auf Rang sechs (135).

Drei DSV-Damen im Finale

Von den neun deutschen Starterinnen standen nur drei im Finale.

Katharina Dürr (Germering), Nina Perner (Karlsruhe), Anja Blieninger (Altenau) und Fanny Chmelar (Partenkirchen) hatten sich nicht für den zweiten Lauf qualifizieren können.

Monika Bergmann (Lam) und Carolin Fernsebner (Ramsau) waren im ersten Lauf ausgeschieden.

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