vergrößernverkleinern
Maria Riesch gewann bereits den Disziplinenweltcup in Super-G und Kombination © getty

In der ersten Abfahrt der Weltcup-Saison muss die DSV-Hoffnungsträgerin nur Siegerin Vonn und einer Italienerin den Vortritt lassen.

Lake Louise - Ski-Rennläuferin Maria Riesch ist bei der ersten Abfahrt zum zweiten Mal in diesem Weltcup-Winter auf das Siegertreppchen gefahren.

Im kanadischen Lake Louise belegte die Partenkirchenerin den dritten Rang.

Zur Siegerzeit von Lindsey Vonn aus den USA von 1:26,10 Minuten fehlten ihr bei schlechten äußeren Bedingungen 0,69 Sekunden. Rang zwei belegte Nadia Fanchini aus Italien (0,61 Sekunden zurück).

Für eine große Überraschung sorgte bei leichtem Schneefall und Wind auf der Strecke Olympic Downhill die zweite deutsche Starterin. Gina Stechert aus Oberstdorf wurde Vierte (0,90 Sekunden zurück) und erreichte damit das bislang beste Resultat ihrer Karriere.

Zweiter Sieg für Vonn

"Das ist ja der Wahnsinn, nur zwei Leute am Start und dann so ein Ergebnis", sagte Maria Riesch mit glücklichem Lächeln.

Für Gesamtweltcupsiegerin Vonn war es bereits der zweite Sieg in diesem WM-Winter und der 15. insgesamt im Weltcup.

Zuvor hatte sie den Slalom im finnischen Levi gewonnen, bei dem Maria Riesch ebenfalls Rang drei belegte. Im Gesamtweltcup übernahm die Amerikanerin damit die Führung.

Svindal wieder da

Ein Jahr nach seinem Horror-Sturz ist dem norwegischen Ski-Rennläufer Aksel Lund Svindal derweil eine bemerkenswerte Wiederauferstehung gelungen.

Der Doppel-Weltmeister von 2007 gewann die Weltcup-Abfahrt in Beaver Creek im US-Bundesstaat Colorado, wo er 372 Tage zuvor noch schwere Verletzungen erlitten hatte.

Auf der anspruchsvollen "Raubvögel"-Piste fuhr der 25-Jährige unbeeindruckt von der Vergangenheit in 1:43,85 Minuten vor Oldtimer Marco Büchel aus Liechtenstein (0,06 Sekunden zurück) und Erik Guay aus Kanada (0,35) zu seinem zehnten Sieg im Weltcup.

DSV-Quartett fährt hinterher

"Das ist schon etwas ganz Besonderes, ich bin sehr glücklich", sagte der Überraschungssieger und ergänzte, sein Saisonziel sei es eigentlich nur gewesen, "mit den Besten mitzufahren."

Was Svindal besser gelang als erwartet, blieb den Deutschen fremd: Keiner aus dem DSV-Quartett fuhr wie noch eine Woche zuvor im kanadischen Lake Louise zu Weltcuppunkten.

Stephan Keppler (Ebingen), Andreas Strodl und Peter Strodl (beide Partenkirchen) belegten die Plätze 42, 45 und 52. Tobias Stechert (Oberstdorf) schied aus.

Knochenbrüche im Gesicht

Svindal war am 27. November 2007 beim ersten Trainingslauf für die Abfahrt auf der WM-Strecke von 1999 schwer gestürzt.

Der damals amtierende Gesamtweltcupsieger erlitt erhebliche Verletzungen in der Leistengegend sowie Knochenbrüche im Gesicht und fiel danach für den Rest des Winters aus.

Nach vier Rennen in dieser Saison lag er im Gesamtweltcup allerdings schon wieder auf Rang acht.

Zu viel Risiko - Miller stürzt

Svindal profitierte ein wenig vom Ausfall von Bode Miller. Der Gesamtweltcupsieger aus den USA hatte den einzigen Trainingslauf mit einer überlegenen Bestzeit absolviert, fuhr im Rennen allerdings mit zu viel Risiko durch den Mittelteil und stürzte.

Miller kniete nach seinem spektakulären Abflug zunächst mit schmerzverzerrtem Gesicht im Schnee, konnte dann aber selbstständig ins Tal fahren.

Nicht unter die ersten Zehn kam Hermann Maier, der am Sonntag im Super-G überraschend seinen 54. Weltcupsieg gefeiert hatte (Die Auferstehung des "Ski-Heilands"). Dem "Herminator" war danach der Siegerschuh zu Bruch gegangen, und das neue Material passte noch nicht. "Das hat sicherlich eine Rolle gespielt."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel