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Maria Höfl-Riesch gewann ihr erstes Weltcup-Rennen 2004 in Haus © imago

Maria Höfl-Riesch geht trotz schwachem Saisonauftakt selbstbewusst in die Übersee-Rennen. Auch Rebensburg rechnet sich viel aus.

Von Rainer Nachtwey

München/Aspen - Der Geburtstagskuchen steht auf dem Tisch. Daneben strahlt Maria Höfl-Riesch mit der Kerze im mondänen Nobelskiort Aspen um die Wette.

Die Gesamtweltcupsiegerin der vergangenen Saison hat ihre gute Laune trotz des enttäuschenden Saisonauftakts in Sölden nicht verloren. (BERICHT: Vonn verschafft sich Genugtuung)

Auch wenn sie nach dem 24. Platz und drei Sekunden Rückstand auf Siegerin Lindsey Vonn ungerecht behandelt sieht: "Ich bin zur Zielscheibe geworden", sagt die 27-Jährige in der "Bunte" zur Kritik von Ex-Fahrerin Martina Ertl. "Das ist teilweise unter die Gürtellinie gegangen."

Im Riesenslalom verbessert

Zumal sich der Slalom-Olympiasiegrin keine Chance bot, schnell eine passende Antwort zu geben. Aufgrund des Schneemangels musste der Torlauf in Levi gestrichen werden.

Die bietet sich Höfl-Riesch nun in Aspen. Allerdings erneut in ihrer wohl schwächsten Disziplin.

"Ich habe viel am Riesenslalom gearbeitet, bin besser geworden. Allerdings ist mir auch bewusst, dass ich keine Seriensiegerin in dieser Disziplin mehr werde", sagt Höfl-Riesch. 368217(DIASHOW: Die Rivalität Höfl-Riesch gegen Vonn in Bildern)

Technisch fehlt mir nichts

Dennoch geht die 27-Jährige optimistisch in die Nordamerika-Rennen, die nach dem Slalom in Aspen mit zwei Abfahrten und einem Super-G in Lake Louise fortgesetzt werden, ehe es zurück nach Europa geht (DATENCENTER: Die Alpin-Saison 2011/2012).

Grund dafür sind die Trainingseindrücke und der Vergleich mit der letztjährigen Disziplinbesten Viktoria Rebensburg, die beim Auftakt auf dem Rettenbachferner nur um wenige Hundertstel am Sieg vorbeischrammte.

"Die Vorbereitung in Vail lief sehr gut. Technisch fehlt mir nichts", weiß Höfl-Riesch. "Ich freue mich auf die nächsten beiden Renn-Wochenenden und werde mein bestes geben, um den misslungenen Saisonstart von Sölden schnell vergessen zu machen."

Nicht nur positive Erinnerungen

Die schwierige Piste in Colorado mit dem steilen, oft eisigen Steilhang kommt Höfl-Riesch eigentlich entgegen. In der vergangenen Saison belegte sie im Slalom Rang zwei, im Riesen fuhr sie in die Top Ten.

Allerdings verbindet die 20-malige Weltcupsiegerin nicht nur Positives mit Aspen. 2005 stürzte sie im Riesenslalom und riss sich das Kreuzband. Daher bezeichnet Höfl-Riesch die Strecke in den Rocky Mountains nicht unbedingt als ihren Lieblingshang.

Die weiteren DSV-Asse denken jedoch gerne an den Nobel-Skiort zurück. 2009 feierte Kathrin Hölzl ihren ersten Weltcup-Sieg, im Vorjahr mussten sich Rebensburg und Hölzl um ein bzw. zwei Hundertstel der Siegerin Tessa Worley geschlagen geben.

Rebensburg heiße Siegkandidatin

"Die Erinnerungen sind sehr positiv. Als Zweite konnte ich hier einen schönen Erfolg feiern. Auch wenn die Entscheidung mit nur einer Hundertstelsekunde denkbar knapp war", sagt Rebensburg.

Die Olympiasiegerin hat sich viel vorgenommen und weiß auch, worauf sie dieses Jahr achten muss. "Ich muss den 'Boden' nach dem ersten Steilhang besser fahren. Einen groben Schnitzer, wie er mir im letzten Jahr unterlaufen ist, will ich unbedingt vermeiden."

Rebensburg gilt neben der Vorjahressiegerin aus Frankreich, Auftaktsiegerin Vonn, Weltmeisterin Tina Maze und den Österreicherinnen Elisabeth Görgl und Anna Fenninger zum engen Favoritenkreis.

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