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Viktoria Rebensburg gewann 2010 Vancouver olympisches Gold © getty

Beim Riesenslalom in Aspen fährt Rebensburg die Konkurrenz in Grund und Boden. Höfl-Riesch scheidet aus. In der Abfahrt überrascht Sander.

Aspen - Dank einer fantastischen Aufholjagd im zweiten Lauf hat Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg das zweite Rennen des alpinen Weltcup-Winters gewonnen.

Die 22 Jahre alte Draufgängerin, nach dem ersten Durchgang nur Fünfte, siegte beim Riesenslalom in Aspen im US-Bundesstaat Colorado mit 0,33 Sekunden Vorsprung auf Elisabeth Görgl aus Österreich.

Rang drei belegte Julia Mancuso aus den USA (0,44 Sekunden zurück). Lena Dürr aus Germering bei München fuhr ähnlich angriffslustig wie Rebensburg und erreichte als Achte das bestes Resultat ihrer jungen Weltcup-Karriere (DATENCENTER: Die Alpin-Saison 2011/2012).

Rebensburg in Top-Form

Während Maria Höfl-Riesch im zweiten Lauf ausschied, fuhr Rebensburg die Konkurrenz im Finale auf dem Weg zu ihrem vierten Weltcup-Triumph in Grund und Boden.

"Ein Wahnsinn, dass ich noch gewinnen konnte", sagte sie - denn bereits nach wenigen Toren im ersten Lauf hatte die Weltcup-Gewinnerin des vergangenen Winters schwer gepatzt.

Auch zu ihrer eigenen Überraschung lag sie dann jedoch zunächst als Fünfte "nur" 0,95 Sekunden hinter der führenden Görgl.

"Das konnte ich gar nicht glauben, aber das zeigt, dass ich gut in Form bin." Wie gut, bestätigte sie dann spätestens im Finaldurchgang, als sie auf dem tückischen "Ruthie's Run" geradezu traumwandlerisch sicher zu Tal raste.

Höfl-Riesch scheidet aus

Zum Saisonauftakt vor fünf Wochen in Sölden hatte Rebensburg Rang zwei in ihrer Paradedisziplin belegt - hinter Lindesy Vonn aus den USA, die diesmal den zwölften Rang belegte.

Rebensburg führt nun sogar im Gesamtweltcup, dagegen kam die Titelverteidigerin nicht in Schwung: Maria Höfl-Riesch, die in Sölden Rang 24 belegt hatte, fuhr im ersten Lauf auf Rang 12, schied im zweiten Durchgang dann allerdings aus:

Die Doppel-Olympiasiegerin rutschte nach einer unsicher wirkender Fahrt an einem Tor weg, saß kurz auf dem Hosenboden, verfehlte das nächste Tor und stand anschließend mit gesenktem Kopf am Pistenrand.

Sander überrascht bei Cuche-Sieg

Eine bemerkenswerte Platzierung gelang dagegen auch dem jüngsten der drei deutschen Starter bei der ersten Abfahrt der Männer im kanadischen lake Louise.

Beim 18. Weltcupsieg von Altmeister Didier Cuche (Schweiz) belegte der 22 Jahre alte Andreas Sander aus Ennepetal mit der hohen Startnummer 41 Rang 16, er erreichte damit sein bestes Weltcup-Resultat.

Tobias Stechert (Oberstdorf), auf halber Strecke nur 0,01 Sekunden hinter Cuche, und Stephan Keppler (Ebingen) kamen dagegen nicht unter die ersten 30.

"Konnte es selbst nicht glauben"

Sander lag im Ziel 1,39 Sekunden hinter Sieger Cuche, der seinerseits von seiner Leistung angenehm überrascht war.

"Ich konnte es selbst nicht glauben, als ich ins Ziel gekommen bin. Ich bin sehr zufrieden, weil das Training ist nicht so gelaufen ist, wie ich mir das erwartet habe". Cuche fuhr aber noch zwei Mal der Schreck in die Glieder:

Sein Landsmann Beat Feuz war lediglich 0,06 Sekunden langsamer, der Österreicher Hannes Reichelt, mit Startnummer 45 noch hinter Sander gestartet, belegte mit 0,08 Sekunden Rückstand Rang drei.

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