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Maria Riesch liegt im Gesamtweltcup weiterhin in aussichtsreicher Position © getty

Maria Riesch vergibt am Semmering die gute Ausgangsposition. Eine Lokalmatadorin setzt sich durch. Bei den Herren gewinnt ein Außenseiter.

Semmering/Bormio - Maria Riesch hat sich vom "Zauberberg" in Semmering verhexen lassen und einen Platz auf dem Podium in ihrer Problemdisziplin Riesenslalom verschenkt.

Die 24 Jahre alte Partenkirchenerin fiel beim Weltcup vor den Toren Wiens vom fünften auf den neunten Rang zurück, erreichte damit aber immerhin ihr bestes Ergebnis im Riesentorlauf seit fast fünf Jahren.

"Es ist schade, dass es nicht zu einem noch besseren Resultat gereicht hat. Aber ich bin dennoch zufrieden. Endlich sehe ich auch im Riesenslalom eine Entwicklung, das ist ein Riesenfortschritt für mich", sagte Riesch.

Auch Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) verlor im Finale einen Platz, zeigte als Elfte aber aufsteigende Tendenz.

Maier: Nur Ergebnisse stimmen nicht

Dennoch war es für Alpindirektor Wolfgang Maier kein schöner Tag. Das lag unter anderem am Ausscheiden von Viktoria Rebensburg (Kreuth), die als 14. des ersten Laufs im Finale scheiterte, besonders aber an Carolin Fernsebner (Ransau). Die 22-Jährige stürzte, erlitt eine Verletzung am linken Knie und wurde ins Krankenhaus nach Innzell gebracht.

"Unsere Leute sind besser als sie sich im Moment verkaufen. Das Ergebnis reißt nicht zu Jubelstürmen hin. Die Verletzung ist da nur das negative Tüpfelchen auf dem I", sagte Maier.

Der Sieg ging an Kathrin Zettel. In der Gesamtwertung blieb die Amerikanerin Lindsey Vonn vorne, Riesch behauptete Rang drei hinter Tanja Poutiainen aus Finnland.(DATENCENTER: Ergebnisse Semmering)

Männer fahren hinterher

Bei den Männern geht Aksel Lund Svindal als Führender ins neue Jahr, obwohl der Norweger mit dem Ausgang des letzten Rennens des Jahres nicht viel zu tun hatte. Beim Überraschungssieg von Christof Innerhofer auf der `Buckelpiste" von Bormio wurde Svindal 17.

Auch die Deutschen rüttelte es auf der berüchtigten `Stelvio" ordentlich durch: Stephan Keppler holte als 30. immerhin noch einen Punkt, die Brüder Andreas und Peter Strodl (Partenkirchen) wurden 34. und 40.

Miller auf Rang vier

Für Außenseiter Innerhofer war es der erste Weltcup-Sieg - und zugleich der erste eines Italieners bei einer Abfahrt in Bormio.

Auf der teilweise extrem vereisten Piste lag der 24-Jährige am Ende 0,32 Sekunden vor dem Österreicher Klaus Kröll, dessen Landsmann Michael Walchhofer mit knapp einer Sekunde Rückstand Dritter wurde und Platz eins in der Disziplinwertung erfolgreich verteidigte.

Bode Miller, der am Vortag die Startnummernvergabe geschwänzt hatte und deshalb auf den 44. Startplatz zurückversetzt wurde, belegte Rang vier.

Sturz-Festival bleibt aus

"Sehr schwierig" (Svindal), "extrem schwer" (Walchhofer) oder einfach nur "brutal" (Kröll): Die Stelvio wurde ihrem Ruf beim letzten Rennen des Jahres gerecht. Das befürchtete Sturz-Festival blieb jedoch aus.

Jeder der Top-30-Läufer erreichte das Ziel, von insgesamt 49 Startern scheiterten nur fünf.(DATENCENTER: Ergebnisse Bormio)

Während es für die Männer erst am 6. Januar mit dem Nachtslalom von Zagreb weiter geht, müssen die Frauen am Montag noch zum letzten Rennen des Jahres erneut in Semmering antreten.

"Da werde ich wieder voll angreifen. Das wird ein tolles Rennen", versprach Maria Riesch für den Slalom unter Flutlicht auf dem "Zauberberg" Hirschenkogel.

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