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Ein Sieg im Riesenslalom fehlt Maria Höfl-Riesch noch in ihrer Statistik © getty

Im windigen Andorra macht die Doppel-Olympiasiegerin ihr Slalom-Aus wett und ist "überglücklich". Geiger überrascht sich selbst.

Soldeu - Maria Höfl-Riesch peitschte der Sturm heftig ins Gesicht, doch hinter ihrer schwarzen Brille war ein breites Lächeln deutlich zu erkennen.

Die Doppel-Olympiasiegerin fuhr bei der Weltcup-Premiere in Soldeu im Zwergstaat Andorra einen Tag nach ihrem Slalom-Aus als Dritte zum ersten Mal in diesem Winter aufs Riesenslalom-Podium.

Damit machte Höfl-Riesch nicht nur den eigenen schlimmen Patzer vom Vortag vergessen, sie sprang auch - wieder einmal - für ihre enttäuschenden Teamkolleginnen ein (DATENCENTER: Ski Alpin Ergebnisse).

Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg schied beim "Riesen" ebenso aus wie Christina Geiger beim Slalom, obwohl sie als Zweite des ersten Durchgangs zwischenzeitlich sogar vom Sieg träumen durfte.

Erleichterung bei Höfl-Riesch

"Ich genieße das sehr und bin einfach überglücklich, dass ich nach diesem kleinen Rückschlag jetzt im Riesenslalom endlich den Podestplatz eingefahren und meine guten Trainingsleistungen bestätigt habe. Das ist sehr viel wert", sagte Höfl-Riesch, die sich auch von den starken Windböen in den östlichen Pyrenäen nicht aus dem Konzept bringen ließ.

"Ich will nicht sagen, dass ich Pech hatte, aber das hat das Rennen sehr beeinflusst. Aber egal, ich habe mein Podest, und das ist es, was für mich zählt."

Rebensburg verliert Weltcup-Führung

Dem Wind war der erste "Riesen" am Freitag zum Opfer gefallen, und auch am Wochenende beeinflusste er das Renngeschehen. Auch Rebensburg tröstete sich nach ihrer allzu kurzen Fahrt damit, "dass ich trotzdem ganz gut drauf bin im Moment".

Mit dem "Nuller", ihrem ersten in ihrer Spezialdisziplin seit über drei Jahren, müsse sie "halt leben".

Das aber fiel ihr nicht leicht, denn wegen des Patzers in der Ausfahrt Starthang verlor sie die Führung in der Disziplinwertung an Tessa Worley.

Die WM-Zweite aus Frankreich feierte ihren zweiten Erfolg in Serie und liegt jetzt 20 Punkte vor Titelverteidigerin Rebensburg. Zweite wurde Tina Maze (Slowenien).

DSV-Starter enttäuschen

Lena Dürr (Germering) gehörte im Riesenslalom zu den sechs von sieben gestarteten Deutschen, die das Finale verpassten.

Das passierte auch Barbara Wirth aus Lenggries und Veronika Staber (Samerberg-Törwang), die noch tags zuvor auf den Rängen 21 und 22 erstmals seit Januar 2011 wieder unter die Top 30 im Slalom gefahren waren.

Lindsey Vonn (USA) wahrte als Achte im "Riesen" sie ihre souveräne Führung im Gesamtweltcup. Höfl-Riesch blieb Dritte.

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