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Christian Neureuther landete beim Slalom-Weltcup in Zagreb auf Rang 20 © getty

Felix Neureuther holt im Slalom zwar die ersten Saison-Weltcup-Punkte. Zu einem vorderen Rang reicht es im Nebel von Zagreb dennoch nicht.

Zagreb - Felix Neureuther hat in der "Waschküche" von Zagreb zum ersten Mal in diesem Winter in seiner Spezialdisziplin Slalom Punkte im Weltcup gesammelt, die ersehnte Spitzenplatzierung aber doch eindeutig verpasst.

Der 24 Jahre alte Partenkirchener fuhr beim ersten Rennen des WM-Jahres auf dem Bärenberg in der kroatischen Hauptstadt auf Rang 20. Ein besseres Abschneiden verhinderten Nebel im ersten und ein schwerer Patzer Neureuthers im zweiten Lauf.

"Es war heute sehr schwierig zu fahren. Ich bin aber insgesamt zufrieden, weil ich im zweiten Durchgang trotz des Fehlers gezeigt habe, dass ich es drauf habe. Das ist sehr wichtig für mich, weil die Slalom-Saison jetzt erst richtig beginnt", sagte er.

Bis zur WM im Februar stehen noch fünf Rennen in Neureuthers Spezialdisziplin an.

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Bengalische Feuer für Kostelic

Knapp 20.000 kroatische Anhänger hatten in Erwartung des ersten Heimsieges für Ivica Kostelic bereits bengalische Feuer gezündet und die ersten Sektflaschen geköpft.

Doch gegen Jean-Baptiste Grange war auch der Bruder der ehemaligen "Schneekönigin" Janica machtlos.

Grange verhindert Heimsieg

Der Franzose fuhr in einer Gesamtzeit von 1:53,31 Minuten mit nur fünf Hundertstelsekunden Vorsprung auf Kostelic zum sechsten Weltcupsieg. Dritter wurde Giuliano Razzoli aus Italien (0,35 Sekunden zurück).

Grange baute seine Führung in der Disziplinwertung auf Kostelic auf 55 Punkte aus. Im Gesamtweltcup liegt der 24-Jährige mit nun 466 Zählern ebenfalls in Front.

Aksel Lund Svindal (Norwegen) folgt 22 Punkte dahinter. Grange hatte schon nach dem ersten Lauf geführt. Im Finale wurde er von den Fans ausgepfiffen, doch er behielt die Nerven.

Neureuther: Pech im ersten Lauf

Neureuther hatte im ersten Lauf Pech, dass er fahren musste, als die "Schwarze Piste" noch komplett im Nebel lag. "Da habe ich überhaupt nichts gesehen", sagte er über die "Waschküche". Weil sich der Nebel zum Ende des Durchgangs lichtete, hatten die erst dann Startenden Vorteile und Neureuther rutschte auf Rang 24 ab.

Kogler stürzt

Stefan Kogler verlor gar völlig den Durchblick und stürzte am zehnten Tor. Der Schlierseer blieb unverletzt. Zahlreiche Athleten beschwerten sich über die unfairen Bedingungen. Benjamin Raich, im ersten Lauf 28. und letztlich starker Sechster, meinte: "Man hätte etwas mit dem Start warten müssen."

Schlechte Piste

Neureuther sah das genauso, auch die Piste gefiel ihm nicht: "Da waren viele Rippen drin, es war sehr schwierig zu fahren." Am Freitag hatte Neureuther als Sieger des Show-Parallelslaloms von Moskau noch Selbstvertrauen getankt, doch bei seinem Trip ließ er auch etwas Kondition liegen. "Meine Beine sind noch ein bisschen schwer", bekannte er.

Die "Wochen der Wahrheit"

Seine Form sei trotzdem gut. Neureuther kam zwar bei bislang sechs Starts in diesem Winter nur zweimal in die Punkteränge, aber von diesen Resultaten will er sich "nicht verrückt machen lassen". Er tut gut daran, steht er doch vor "Wochen der Wahrheit" mit fünf Weltcup-Slaloms und dem WM-Rennen am 15. Februar in Val d'Isere.

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