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Felix Neureuther holte bei den Ski-Weltmeisterschaften in Bormio 2005 Gold © getty

Nach dem Slalom-Patzer in Bansko fährt Neureuther im Parallelslalom in Moskau auf Platz zwei. Höfl-Riesch unterliegt Vonn.

Moskau - Ein kurzer Moment der Enttäuschung in Felix Neureuthers Gesicht war unverkennbar, doch dann kehrte beim deutschen Alpin-Rennläufer schnell das Lachen zurück.

Mit Platz zwei beim Parallelslalom in Moskau hat sich der 27-Jährige zurückgemeldet und das Missgeschick von Bansko am Sonntag (Bericht) vergessen gemacht.

Nur der Franzose Alexis Pinturault war beim einzigen City-Event dieses Weltcup-Winters schneller als Neureuther und feierte seinen ersten Weltcup-Sieg (DATENCENTER: Ski Alpin Ergebnisse).

Bei den Frauen bestätigte Doppel-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch ihre starke Form, wenngleich die Partenkirchnerin nach turbulenter Anreise auf fremden Skiern mit Platz vier das Podest knapp verpasste (DATENCENTER: Die Weltcup-Wertung).

Maier ist zufrieden

"Das war ein sehr gutes Ergebnis für uns", sagte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier.

"Wenngleich bei Felix die Ausgangsposition vor dem letzten Finallauf deutlich besser war als die seines Konkurrenten."

Sieg ganz nahe

Der dritte Sieg in der Weltcup-Karriere des Felix Neureuther war tatsächlich schon zum Greifen nah.

Der Partenkirchner, der in Moskau 2009 den damals noch als reines Showrennen ausgetragenen Wettbewerb gewonnen hatte, gewann bis zum Finale jedes seiner insgesamt sechs Rennen.

Auch den ersten Finallauf entschied er gegen Pinturault für sich.

Mit dem Vorteil der schnelleren Strecke schien der Sieg Neureuthers noch näher als am vergangenen Sonntag, als er im bulgarischen Bansko nach dem ersten Lauf auf Platz drei gelegen hatte und dann im zweiten Lauf schon nach drei Sekunden am ersten Tor einfädelte.

Pinturault zu stark

Doch im letzten Lauf auf der 180 m langen Piste auf einer künstlich angelegten Rampe im Luschniki-Park fand Neureuther doch noch seinen Meister und lag am Ende 17 Hundertstel hinter Pinturault - 80 Weltcuppunkte waren der Trost.

"Ich finde diese Stadtwettbewerbe sehr gut", sagte Neureuther nach dem 13. Podestplatz seiner Weltcup-Karriere und dem dritten in diesem Winter.

Der Österreicher Marcel Hirscher übernahm trotz seines Ausscheidens im Viertelfinale die Führung im Gesamt-Weltcup.

Skier sind verschwunden

Wie Neureuther wollte auch Maria Höfl-Riesch drei Tage nach ihrem Abfahrtssieg in Sotschi aufs Podest. Doch schon die Anreise in die russische Hauptstadt stand unter keinem guten Stern.

Wie Ehemann Marcus Höfl twitterte, kam der Flieger der Partenkirchnerin mit vierstündiger Verspätung in Moskau an, dann waren auch noch ihre Skier verschwunden.

Höfl-Riesch nahm das Rennen daher mit den fünf Zentimeter längeren Brettern des US-Amerikaners Ted Ligety in Angriff.

Davon unbeeindruckt schlug die 27-Jährige im Viertelfinale Slalom-Weltmeisterin Marlies Schild (Österreich).

Im Halbfinale musste sich Höfl-Riesch aber Michaela Kirchgasser (Österreich) geschlagen geben.

Höfl-Riesch unterliegt Vonn

Im "kleinen Finale" kam es zum Duell mit ihrer Freundin und Erzrivalin Lindsey Vonn.

Die in diesem Winter überragende US-Amerikanerin, die ihrerseits im Halbfinale an der späteren Siegerin Julia Mancuso (USA) gescheitert war, startete im zweiten Lauf eine Aufholjagd und ließ Höfl-Riesch mit Platz drei knapp hinter sich.

"Das war trotzdem eine sehr gute Vorstellung von Maria. Sie kann zufrieden sein", sagte Maier (BERICHT: Höfl-Riesch jubelt bei Olympia-Premiere).

Riesenslalom-Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg war nach einem Fehler in der ersten Runde an der Österreicherin Kathrin Zettel gescheitert.

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