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Maria Riesch liegt sowohl im Slalom- als auch im Gesamt-Weltcup in Führung © getty

Auch in Maribor kommt die Slalom-Konkurrenz nicht an Maria Riesch heran. Felix Neureuther feiert eine erfolgreiche Aufholjagd

Maribor - Maria Riesch hat sich rund drei Wochen vor Beginn der WM mit ihrem vierten Slalom-Sieg in Folge zur Topfavoritin aufgeschwungen.

Die 24-Jährige feierte im slowenischen Maribor ihren zehnten Weltcup-Sieg und gewann damit als erst zweite Deutsche nach Christa Zechmeister in der Saison 1973/74 vier Torläufe in Serie.

Mit seiner besten Saison-Platzierung rundete Felix Neureuther im schweizerischen Adelboden den perfekten Sonntag für die deutschen Slalom-Läufer ab.

Nach Rang 15 im ersten Lauf, fuhr sich Neureuther mit einem starken zweiten Durchgang noch auf Platz drei nach vorne. Nur Sieger Reinfried Herbst und der Zweite Manfred Pranger (beide Österreich) konnten Neureuther hinter sich lassen.

Riesch im Weltcup vorne

Riesch baute mit dem vierten Saisonsieg auch die Führung in der Disziplinwertung aus. Mit 500 Punkten hat sie 160 Zähler Vorsprung auf die Zweite, Lindsey Vonn (USA).

Bei nur noch drei ausstehenden Slaloms ist Riesch die kleine Kristallkugel für die beste Torläuferin des Winters kaum mehr zu nehmen.

Traumzeit im ersten Lauf

Auch in der Gesamtwertung vergrößerte Riesch ihren Vorsprung. Sie hat 729 Punkte auf dem Konto, Tanja Poutiainen (Finnland) auf Platz zwei 644. Dritte ist Vonn mit 616 Punkten.

Riesch fuhr schon im ersten Lauf eine Traumzeit und behauptete Platz eins im Finale in einer Gesamtzeit von 1:29,64 Minuten. Zweite wurde Kathrin Zettel (Österreich/1,15 Sekunden zurück) vor Poutiainen (1,77).

Auch Susanne Riesch bei WM dabei

Das ordentliche deutsche Teamergebnis wurde komplettiert von Rieschs jüngerer Schwester Susanne auf Platz zwölf, Kathrin Hölzl auf Rang 18 und Fanny Chmelar auf Platz 24. Susanne Riesch qualifizierte sich damit für die WM im Februar im französischen Val d'Isere.

Monika Bergmann schied im zweiten Durchgang aus. Nina Perner (38.), Marianne Mair (43.) und Anja Blieninger (57.) hatten das Finale verpasst. Christina Geiger und Katharina Dürr schieden im ersten Durchgang aus.

Neureuther meldet sich zurück

Neureuther meldete sich drei Wochen vor Beginn der alpinen Weltmeisterschaften mit einem Paukenschlag in der Weltspitze zurück. Zum fünften Mal in seiner Karriere fuhr er aufs Siegerpodest.

Vor einem Jahr hatte er im Adelboden ebenfalls mit Rang drei zum letzten Mal das Siegertreppchen erreicht. Der Saisonstart war ihm missraten, erst fünf Tage zuvor hatte er in Zagreb auf Rang 20 im dritten Versuch die ersten Weltcup-Punkte im Slalom geholt.

"Mir fällt ein Stein vom Herzen, weil es bislang nicht gut gelaufen ist", sagte Neureuther und bekam Unterstützung von DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier: "Er hat sein großes Potenzial endlich mal wieder abgerufen, jetzt können alle Kritiker einpacken", sagte Maier.

Vor den Weltmeisterschaften in Val d'Isere (3. bis 15. Februar) finden noch die Slalom-Rennen in Wengen, Kitzbühel, Schladming und Garmisch statt.

Raich bleibt im Weltcup vorne

Im Gesamtweltcup führt weiter der Österreicher Benjamin Raich, der tags zuvor im Riesenslalom von Adelboden den 400. Weltcup-Sieg für die österreichischen Männer geholt hatte, mit 557 Punkten vor dem Franzosen Jean-Baptiste Grange (507), der seinerseits weiter die Slalom-Wertung dominiert.

Die drei Teamkollegen von Neureuther standen deutlich im Schatten des 24-Jährigen. Stefan Kogler verpasste auf Rang 37 den Finaldurchgang, Fritz Dopfer und Dominik Stehle schieden im ersten Lauf aus.

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