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Maria Riesch führt derzeit in Gesamt- und Slalom-Weltcup © getty

Nach ihren vier Slalom-Siegen hofft Maria Riesch in Zauchensee auf den ersten Abfahrts-Erfolg. Im Training wird sie Zwölfte.

München - Nach vier Siegen in Folge im Slalom (DATENCENTER: Die Ergebnisse von Maribor) will Maria Riesch an diesem Wochenende auch in der alpinen Königsdisziplin "einen auspacken".

Im österreichischen Zauchensee steht am Sonntag die zweite Abfahrt des Winters auf dem Programm.

Zuvor kann Deutschlands beste Ski-Rennläuferin am Samstag in der "Super-Kombi" aus Abfahrt (Sa. 10.45 Uhr LIVE) und Slalom ihre Führung im Gesamtweltcup festigen (Riesch nicht zu stoppen).

"Ich habe mich auf die langen Skier gefreut", sagte Riesch am Freitag nach dem zweiten und abschließenden Trainingslauf. ad

Im Training Rang zwölf

Nachdem sie bei der ersten Fahrt auf der Kälberloch-Strecke am Start einen Ski-Stock samt Handschuh verloren hatte und danach nur auf Rang 40 gelandet war, erreichte sie diesmal Rang 12 - 1,31 Sekunden hinter der Schwedin Anja Pärson (1:48,14 Minuten). Wie im Training üblich, war Riesch freilich nicht mit letzter Konsequenz unterwegs.

"Ich bin ganz happy mit dem Training, aber ich bin jetzt nicht mit dem letzten Hemd gefahren. Ich habe noch Reserven", sagte Riesch im Ziel der mit 2950 Metern für Frauen ungewöhnlich langen Strecke. Im Rennen, betonte sie, "werde ich schon noch einen auspacken".

Es ist erst die zweite Abfahrt des WM-Winters, nachdem von den beiden Anfang Dezember 2008 in Lake Louise vorgesehenen Schussfahrten nur eine stattfinden konnte. Riesch wurde damals Dritte.

Riesch freut sich auf "lange Latten"

Zu ihren vier Slalom-Siegen war die Partenkirchenerin auf 160 Zentimeter langen Skiern gefahren, nun muss sie sich für die Abfahrt wieder an an 210 Zentimeter lange Bretter gewöhnen.

"So gut wie auf Slalom-Skiern fühle ich mich sonst auf keinem anderen Ski", bekannte Riesch nach den ersten Fahrten in Zauchensee - und trotzdem hat sie sich auf die langen Latten gefreut: "Es wird auch wirklich Zeit. Wir haben Mitte Januar und nur eine Abfahrt ..."

"Wenn man gut in Form ist, liegt einem alles."

Der Umstieg vom Slalom auf die Abfahrt soll darüber hinaus an der jüngsten Erfolgsserie nicht unbedingt etwas ändern.

"Slalom hat jetzt mit Abfahrt nicht direkt so viel zu tun", erklärt Riesch, aber nach der Slalom-Siegesserie sei sie nach Zauchensee mit "einem ganz anderen Selbstvertrauen" angereist: "Ich hoffe schon, dass mir das für die Speed-Rennen Auftrieb gibt."

Die Antwort darauf ergänzt sie gleich selbst: "Wenn man gut in Form ist, liegt einem alles."

"Ich gebe mein Bestes"

Um den Gesamtweltcup will sich die 24-Jährige nach wie vor so wenig Gedanken wie möglich machen. Mit 729 Punkten führt Riesch die Wertung an, Verfolgerin Tanja Poutiainen aus Finnland (644) wird in Zauchensee keine Punkte gutmachen können, eher schon Lindsey Vonn aus den USA (616) und die fünftplatzierte Pärson (542). Doch Riesch betont: "Ich rechne mit gar nix und gebe meine Bestes." Das freilich hat bislang ausgezeichnet funktioniert.

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