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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Maria Riesch gewann zuletzt vier Slalom-Weltcups in Folge © getty

Maria Riesch fährt bei der Abfahrt nach mehreren Fehlern nur auf Rang sieben. Den Sieg müssen sich zwei Fahrerinnen teilen.

Zauchensee - Die Erfolgsserie gerissen, der erste Titel futsch und die Führung im Gesamtweltcup erst einmal weg.

Vor einer Woche fühlte sich Maria Riesch nach ihrem vierten Slalom-Triumph in Serie noch "wie im Rausch", nach den beiden Weltcup-Wettbewerben im österreichischen Zauchensee wirkte sie reichlich verkatert.

"Das ist jetzt nicht das Traumergebnis", bekannte sie nach Rang sieben in der Abfahrt am Sonntag, nachdem sie am Vortag in der Super-Kombination im Slalom ausgeschieden und beinahe in Tränen aufgelöst war. (Riesch nach Aus "extrem enttäuscht")

Riesch fällt zurück

Ihre Führung in der Gesamtwertung hat Maria Riesch vorerst an Lindsey Vonn verloren. Ihre Freundin aus den USA, in der "Kombi" noch noch Siegerin, kam bei der heutigen Abfahrt hinter den zeitgleichen Anja Pärson und Dominique Gisin als dritte ins Ziel.

Damit mache die Amerikanerin aus 13 Punkten Rückstand einen 11 Punkte Vorsprung. Auch Pärson rückt näher, liegt nur noch 63 Punkt hinter Riesch. (DATENCENTER: Ergebnisse)

Nicht unglücklich

Riesch aber schien über den Verlust der Führung im Kampf um die große Kristallkugel nicht einmal unglücklich zu sein.

"Ich versuche, möglichst wenig an den Gesamtweltcup zu denken, auch wenn das schon schwierig ist", sagte die Partenkirchenerin und bekannte: "Das lenkt mich nur ab und verunsichert mich."

Tatsächlich stand die 24-Jährige nach dem Umstieg von den 160 Zentimeter langen Slalom- auf die 210 Zentimeter langen Abfahrts-Bretter in Zauchensee längst nicht mehr so sicher auf den Skiern wie in den Wochen zuvor.

Aus in der Super-Kombi

In der Super-Kombination schied Riesch nach Rang drei in der Abfahrt ausgerechnet in ihrer neuen Spezialdisziplin Slalom nach nur 20 Fahrsekunden aus.

Nach dem Rennen "bin ich schon ein bisschen am Boden gewesen", berichtete sie am Tag danach, obwohl ihr die große Enttäuschung schon unmittelbar nach dem Ausfall anzusehen war.

Mit verweinten Augen hatte die Partenkirchenerin nach ihrem Einfädler im Zielraum gestanden und Trübsal geblasen: "Ich bin extrem enttäuscht. Schade, dass es ausgerechnet im Slalom passiert ist."

Polster eingebüst

Durch ihre Nullnummer büßte Riesch zwei Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaften in Val d'Isere (3. bis 15. Februar) ihr solides Polster im Gesamtweltcup ein.

Außerdem hat sie nach dem zweiten von drei Kombi-Wettbewerben keine Chance mehr, ihren in der vergangenen Saison gewonnen Titel als beste alpine Zweikämpferin erfolgreich zu verteidigen.

Die größte Chance auf den Sieg in der Disziplin-Wertung hat die wieder erstarkete Pärson, die am Sonntag ihren zweiten Saisonsieg und den 40 insgesamt feierte.

Die andere deutsche Gina Stechert kam mit 3,26 Sekunden Rückstand nicht in die Punkteränge der besten 30 Fahrerinnen.

Donnerstag zurückschlagen

Die etwas geknickte Riesch verließ Zauchensee mit dem Vorsatz, schon ab dem kommenden Donnerstag zurückzuschlagen.

Dann geht es im italienischen Cortina d'Ampezzo zwar wieder schnell dahin - vor einem Riesenslalom am Sonntag stehen gleich zwei Abfahrten und ein Super-G auf dem Programm.

Riesch betonte: "Mein Anspruch ist es schon, auch in den Speed-Wettbewerben aufs Podium zu fahren. Und ich denke, dass ich das auch drauf habe." Selbstkritisch räumte sie aber auch ein: "Ich weiß, dass ich mich noch steigern muss."

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