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Auf dieser Piste am Solaise stürzte Maria Riesch am Mittwoch schwer © getty

Der Streit um die WM-Pisten in Val d'Isere nach den zahlreichen Stürzen eskaliert: Die Damen-Trainer treten in Streik.

Val d'Isere - In der anhaltenden Diskussion um die WM-Pisten in Val d'Isere ist es am Donnerstagabend zu einem Eklat gekommen.

Bei der obligatorischen Mannschaftsführer-Sitzung ließen die Damen-Trainer durch ihren Sprecher Patrick Riml ausrichten, dass sie in der kommenden Woche nicht wie ursprünglich vorgesehen ihre Wettbewerbe auf der Piste der Männer austragen wollen.

Die Frauen bestreiten ihre Wettbewerbe in Abfahrt, Super-G und Super-Kombination (11 Uhr LIVE) auf der Piste "Rhone-Altes" auf dem Berg Solaise.

Im Teamwettbewerb und im Riesenslalom ist ein Wechsel auf die äußerst anspruchsvolle "Face de Belle Varde" vorgesehen.

"Belle Varde" völlig vereist

Hintergrund des Eklats: Unter Anleitung von FIS-Renndirektor Günter Hujara ist die "Belle Varde" in den vergangenen Tagen für die Männerrennen stark gewässert worden und dadurch völlig vereist.

Die Damen-Trainer halten einen Start ihrer Athletinnen deshalb für nicht zu verantworten. (DATENCENTER: Ergebnisse)

Harsche Kritik von Maier

Erst am Mittwoch war Maria Riesch im Abfahrtstraining schwer gestürzt, von 55 gestarteten Athletinnen kamen nur 37 in die Wertung. (Trainingsschock für Riesch)

Wolfgang Maier, Alpindirektor des Deutschen Skiverbandes, übte danach heftige Kritik an den Veranstaltern.

Sowohl die "Face de Bellevarde" als auch die "Rhone-Alpes", auf der Riesch gestürzt war, bewegten sich "am obersten, obersten, obersten Limit", sagte er.

Sicht ein zusätzliches Problem

Ein zusätzliches Problem ist die bislang miserable Sicht. Bei diffusem Licht sind die Konturen auf den Pisten nicht zu erkennen - für die Rennläufer gleicht ihre Fahrt fast einem Blindflug.

"Es ist eine sehr schwierige Strecke, speziell, wenn die Sicht schlecht ist. Die Frage ist, ob das in dieser Form sein muss", sagte Riesch nach dem zweiten Trainingslauf am Donnerstag, als die "Rhone-Alpes" zumindest etwas besser präpariert war.

"Es ist fast die schwierigste Piste, die es gibt", ergänzte Super-G-Weltmeisterin Lindsey Vonn: "Wenn du hier einen Fehler machst, hängst du gleich im Zaun."

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