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Daniel Albrecht feierte 2007 und 2008 je zwei Weltcup-Siege © getty

Der schwer gestürzte Schweizer wird sich Ärzten zufolge vollständig erholen - mit einer Ausnahme. Verband und Familie atmen auf.

Innsbruck/Val d'Isere - Der schwer gestürzte Schweizer Ski-Rennläufer Daniel Albrecht (Horror-Sturz: Albrecht in künstlichem Koma) wird aller Voraussicht nach wieder völlig gesund werden. Das gab das behandelnde Ärzteteam am Freitag in der Innsbrucker Uni-Klinik bekannt.

Albrecht war zuvor nach knapp drei Wochen im künstlichen Tiefschlaf erfolgreich aus dem Koma geweckt worden.

Mittlerweile ist der 25-Jährige sogar wieder ansprechbar und kann einfache Fragen mit Ja oder Nein beantworten. In den kommenden Tagen soll er erste Gehversuche unternehmen.

"Keine Einschränkungen im normalen Leben"

"Daniel Albrecht wird sich körperlich komplett erholen - mit Ausnahme der Lungenfunktion. Da gab es Komplikationen, und es werden Verklebungen und Vernarbungen in der rechten Lungenseite bleiben. Es werden aber mit großer Wahrscheinlichkeit keine Einschränkungen im normalen Leben bleiben", sagte der behandelnde Arzt Stefan Schmid. (Lunge schrumpft: ALbrecht muss im Koma bleiben)

Albrechts Neurologin Bettina Pfausler meinte: "Wir gehen davon aus, dass keine motorischen oder Gedächtnisschäden zurückbleiben und Herr Albrecht von neurologischer Seite her völlig gesund wird. Eine Behinderung kann man nahezu ausschließen."

"Er ist wieder bei uns"

Albrechts Vater Martin hatte die Pressekonferenz mitverfolgt, bei der über den Zustand seines Sohnes berichtet wurde, und zeigte sich danach erleichtert.

"Es ist wie eine neue Geburt meines Sohnes. Es war drei Wochen lange eine Zeit zwischen Hoffen und Bangen. Reden kann Dani noch nicht. Er lacht aber schon wieder. Es geht aufwärts", sagte er.

Urs Lehmann, Präsident des Schweizer Skiverbandes, meinte: "Heute ist ein freudiger Tag, ein großer Tag für uns alle. Daniel ist wieder wach, er ist wieder bei uns."

Erinnerungslücken eine Schutzfunktion

Schmid hat Albrecht nach eigenen Angaben auch schon gefragt, ob er sich an seinen Sturz beim Training für die Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel am 22. Januar noch erinnere:"Aber er gab keine Antwort."

Laut Schmid ist es normal, dass seinem Patienten zunächst noch Erinnerungslücken bleiben.

Dafür seien Schutzfunktionen des Körpers sowie die Medikamente verantwortlich, die Albrecht in der Zeit des Tiefschlafes bekommen hat.

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