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Lindsey Vonn feierte ihren fünften Sieg im Super-G - genauso oft war sie Zweite © getty

Im Super-G von Bansko ist Lindsey Vonn eine Klasse für sich und verdrängt Riesch vom Podest. Gina Stechert scheidet erneut aus.

Bansko - Die schier unverwüstliche Lindsey Vonn hat ihre beste Freundin Maria Riesch wieder einmal in den Schatten gestellt.

Bei den ersten Weltcup-Rennen im bulgarischen Bansko seit 25 Jahren gewann die US-Amerikanerin vorzeitig und wie im Vorjahr den Titel als beste Abfahrerin der Welt (Vonn schnappt sich ihre erste Kugel).

Nach ihrem siebten Saisonsieg mischt die Doppel-Weltmeisterin zudem wieder im Endspurt um die Nachfolge von Maria Riesch als Weltcup-Siegerin im Super-G mit. Und als erneute Gewinnerin des Gesamtweltcups steht sie so gut wie fest (DATENCENTER: Alle Weltcup-Ergebnisse).

"Ein schönes Gefühl"

Sicher hat Lindsey Vonn derzeit nur die kleine Kristallkugel für den Abfahrts-Weltcup.

Obwohl sie im sechsten von sieben Rennen in der Königsdisziplin erstmals nicht auf das Siegerpodest fuhr und nur auf Rang zwölf landete, stand sie beim Sieg der Österreicherin Andrea Fischbacher schon vor dem Weltcup-Finale als Gewinnerin der Abfahrts-Gesamtwertung fest.

"Ein schönes Gefühl. Über mein Rennen bin ich schon ein bisschen traurig, aber es war eine super Saison in der Abfahrt", sagte die Abfahrts- und Super-G-Weltmeisterin.

Zweikampf um Riesch-Nachfolge

Den Super-G auf der anspruchsvollen Piste Banderiza gewann Vonn dann vor Fabienne Suter aus der Schweiz (0,58 Sekunden zurück) und der Slowenin Tina Maze (0,91).

Im letzten Rennen beim Weltcup-Finale in Are/Schweden (10. bis 15. März) liegt sie in der Disziplinwertung nur noch 15 Punkte hinter Suter.

Die Siegerin dieses Zweikampfs wird Nachfolgerin von Maria Riesch, die im vergangenen Winter die kleinen Kristallkugeln im Super-G und der Super-Kombination gewonnen hatte - und nun beide abgeben muss. Die Kombi-Wertung sicherte sich bereits Anja Pärson aus Schweden.

Hoffnung auf den Slalom-Titel

"Die Maria wird dafür den Slalom-Weltcup gewinnen", sagte Vonn in Bansko.

In dieser Disziplin hat Weltmeisterin Riesch 140 Punkte Vorsprung auf die Amerikanerin, bereits am kommenden Wochenende bei den Heim-Rennen in Ofterschwang kann sie den Titel klar machen.

"Ich hoffe, ich kann das dort entscheiden, dann kann ich das Finale ohne Druck fahren", erklärte die 24-Jährige 64799(DIASHOW: Goldenes Happy End). Sie wäre die erste deutsche Slalom-Weltcup-Gewinnerin seit "Gold-Rosi" Mittermaier 1976.

"Das war ganz gut"

Während Gina Stechert (Oberstdorf) auch im Super-G nicht ins Ziel kam, beendete Riesch nach den Rängen 18 und acht in den beiden Abfahrten das Weltcup-Wochenende als Fünfte (1,33 Sekunden zurück).

"Das war ganz gut", sagte sie, blieb aber auch selbstkritisch: "Es ist mein Ziel, dass ich auch im Super-G wieder auf das Podium fahren kann, das habe ich nicht ganz geschafft, deshalb bin ich schon ein bisschen enttäuscht."

Im vergangenen Winter hatte sie die Kugel als beste Super-G-Läuferin immerhin klar gewonnen.

Vonn kann den Champagner kaltstellen

Neben dem Slalom-Weltcup bliebe Maria Riesch in diesem Winter auch noch Rang zwei im Gesamtweltcup.

Diese Platzierung ist ihr von Pärson (986 Punkte) kaum noch zu nehmen, zugleich hat Riesch (1165 Punkte) 391 Punkte Rückstand im Rennen um die große Kristallkugel.

Lindsey Vonn (1556) kann bei nur sechs noch ausstehenden Rennen den Champagner schon mal kaltstellen. Nur das Öffnen der Flasche sollte sie anderen überlassen.

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