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Viktoria Rebensburg wurde im Vorjahr 16. des Riesenslalom-Weltcups © getty

Die Juniorin fährt beim Riesenslalom in Ofterschwang ihr bestes Ergebnis ein - trotz eines Patzers. Hölzl hadert mit dem Schnee.

Ofterschwang - Das Ausnahmetalent Viktoria Rebensburg hat den beiden Weltmeisterinnen Kathrin Hölzl und Maria Riesch beim Heim-Weltcup in Ofterschwang die Show gestohlen, den erhofften Platz auf dem Podest aber deutlich verpasst.

Die 19-jährige Abiturientin aus Kreuth fuhr beim Riesenslalom im Oberallgäu mit Platz sechs das beste Weltcup-Ergebnis ihrer noch jungen Karriere heraus, Hölzl und Riesch mussten sich mit den Rängen neun und 22 begnügen.

Das Trio war mit dem Ziel angetreten, den ersten Heimsieg für den Deutschen Skiverband (DSV) seit über 14 Jahren einzufahren und erstmals am Ofterschwanger Horn das Siegertreppchen zu erobern.

Doppelsieg für die Austria

Der Sieg ging jedoch an die Österreicherin Kathrin Zettel, die mit ihrem vierten Saisonerfolg Platz eins in der Disziplinwertung behauptete.

Rebensburg fehlten 1,07 Sekunden zu Platz drei, den die Finnin Tanja Poutiainen hinter Elisabeth Görgl (Österreich) belegte.

"Es ist bitter, dass ich kurz vor dem Ziel einen Patzer gemacht habe. Sonst hätte es für eine noch bessere Platzierung gereicht. Ich bin aber gut Ski gefahren und deshalb zufrieden", sagte Rebensburg.

Kathrin Hölzl hadert

Die Bischofswiesenerin Hölzl hatte bei ihrem ersten Heimspiel seit dem goldenen Triumph im Riesenslalom von Val d'Isere vor drei Wochen auf den ersten Weltcup-Sieg gehofft und haderte mit ihrem schwachen ersten Lauf.

"Den habe ich versaut", gab sie zu. (Kathrin Hölzl im Sport1.de-Interview)

Nach "einer Woche feiern, einer Woche Training" und Platz drei bei der Zoll-WM in Kranjska Gora - wo sich ihre Teamkollegin Gina Stechert am Donnerstag schwer am Knie verletzte (Schock für Stechert: Kreuzbandriss!) - war Hölzl erstmals im Weltcup als Weltmeisterin unterwegs. "Aber ich bin gefahren wie immer."

Vonn setzt sich weiter ab

Anders als in Hochsavoyen, wo die 24-Jährige auf der bretthart gefrorenen Piste ihr ganzes Können ausspielen konnte, kam Hölzl in Ofterschwang mit dem "komischen Frühjahrsschnee" nicht so gut zurecht.

"Da gräbt's dich richtig ein. Ich bin immer langsamer geworden, obwohl ich kaum Fehler gemacht habe. Es war katastrophal", sagte sie nach dem ersten Durchgang, den sie auf Platz zwölf beschloss.

Riesch war 13. und fiel - von einer hartnäckigen Erkältung geschwächt - im Finale weit zurück.

Die wichtigste Mission folgt

"Ich bin ein bisschen geschwächt. Nachts bin ich durch Hustenanfälle immer wieder wach geworden und am Start lief die Nase. Es war hart", sagte die Partenkirchnerin, die im Gesamtweltcup weiter Zweite ist - nun aber 414 Punkte hinter Lindsey Vonn (USA).

Somit blieben den "Pappkameradinnen" Hölzl und Riesch nur die Plätze auf einem von den Veranstaltern gebastelten Siegertreppchen vor dem Gästehaus von Ofterwschwang. Weltmeisterin Riesch will aber bereits am Samstag im Slalom (10 Uhr LIVE) wieder aufs "echte" Podest.

Sollte sie dort vor Lindsey Vonn bleiben, wäre ihr der Disziplinweltcup sicher. "Das ist hier meine wichtigste Mission", sagte Riesch.

Für Finale der Besten qualifiziert

Viktoria Rebensburgs Mission war es, sich im Riesenslalom in der Weltspitze zu behaupten - es gelang ihr mit Bravour.

In dieser Woche hatte sie bei der Junioren-WM in Garmisch zweimal Gold geholt, nun qualifizierte sie sich für das Saisonfinale der Top 25 kommende Woche in Are/Schweden.

"Es war schwer, hier schnell zu sein, aber es ist mir phasenweise gelungen. Ich bin zufrieden", sagte sie.

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