Mit seinem zweiten Weltcup-Sieg binnen einer Woche hat Erik Guay aus Kanada dem Österreicher Michael Walchhofer beim letzten Saisonrennen noch die kleine Kristallkugel im Super-G weggeschnappt.

Der 28-Jährige gewann den Super-G in Garmisch, holte damit 100 Weltcup-Punkte und setzte sich mit 331:316 Zählern knapp vor Walchhofer, der nur 15. wurde. Für Guays Heimatland Kanada war es die erste Kristallkugel im alpinen Ski-Weltcup.

"Davon träume ich, seit ich ein kleines Kind bin, aber dass das heute passieren würde - unglaublich. Ich hatte nur noch eine kleine Außenseiterchance, aber die habe ich irgendwie genutzt. Es war ein wilder Ritt, aber ich könnte so noch einige Wochen weitermachen", sagte Guay, der am vergangenen Wochenende bereits den Super-G im norwegischen Kvitfjell gewonnen hatte.

Er benötigte auf der "Kandahar 2" 1:26,36 Minuten für seinen dritten Weltcup-Sieg. Zweiter wurde Ivica Kostelic (Kroatien, 0,39 Sekunden zurück) vor Olympiasieger Aksel Lund Svindal aus Norwegen (0,63). Walchhofer hatte 1,52 Sekunden Rückstand. Auf Rang acht, der ihm zum Gewinn der Wertung gereicht hätte, fehlten 0,31 Sekunden.

Im Kampf um den Gesamtweltcup hat der Österreicher Benjamin Raich als Sechster wieder etwas Boden auf Carlo Janka (Schweiz) gutgemacht, der nur Elfter wurde. Vor den beiden abschließenden Rennen hat Raich jetzt nur noch 38 Punkte Rückstand auf Janka.

Einen außergewöhnlichen Auftritt hatte Marco Büchel in seinem 266. und letzten Weltcup-Rennen: Der 38 Jahre alte Liechtensteiner wedelte nach einem Glas Champagner im Starthaus im samtenen Anzug mit kurzen Hosen zu Tal, hielt mehrere Male an und bedankte sich bei einigen Weggefährten. Ab der kommenden Saison wird der WM-Zweite im Riesenslalom von 1999 für das ZDF als TV-Experte arbeiten.

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