Saison-Aus statt Heim-WM: Für Skirennläufer Andreas Strodl ist der alpine Winter nach nur zwei Rennen schon wieder beendet.

Der 23-jährige Partenkirchner zog sich beim Super-G im kanadischen Lake Louise einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu und fällt damit auch für die Weltmeisterschaft in Garmisch-Partenkirchen (7. bis 20. Februar) aus.

"Viel brutaler geht es eigentlich nicht. Das ist natürlich extrem bitter. Bisher war es mein Ziel, bei den Weltmeisterschaften vor heimischen Publikum zu starten. Jetzt konzentriere ich mich auf die Rehabilitation, damit ich nächstes Jahr wieder voll angreifen kann", sagte Strodl.

Nach seiner Rückkehr aus Kanada war der Speed-Spezialist am Dienstag bei Mannschaftsarzt Dr. Ernst-Otto Münch in München eingehend untersucht und anschließend sofort operiert worden.

In etwa sechs Monaten darf Strodl wieder ins Training einsteigen.

Am Samstag hatte Strodl in der Abfahrt von Lake Louise als 25. sein bisher bestes Weltcup-Ergebnis in dieser Disziplin erreicht.

Beim Super-G am Sonntag verspürte er nach einem Sprung einen stechenden Schmerz im Knie. "Mir ist der Außenski weggelaufen und dann habe ich einen Schlag bekommen. Es hat sich sofort angefühlt, als ob etwas gerissen ist", schilderte Strodl seinen Unfall.

Erst vor der Abreise nach Nordamerika zog sich Strodl bei einem Trainingssturz einen Haarriss im Wadenbeinkopf am linken Bein zu.

Trotz der schmerzhaften Blessur war er an den Start gegangen. Wegen einer Zerrung mit Knochenstauchung im selben Gelenk hatte Strodl 2009 bereits die Weltmeisterschaften in Val d'Isere verpasst.

Für den Deutschen Skiverband (DSV) ist es vor der Heim-WM bereits die zweite schlechte Nachricht.

Carolin Fernsebner (Ramsau) hatte sich am Wochenende bei einem Sturz im Riesenslalom ebenfalls am Kreuzband verletzt. Auch sie fällt für den Rest der Saison aus.

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