Frühlingshafte Temperaturen und eine viel zu weiche Piste haben die deutschen Ski-Rennläuferinnen um Doppel-Olympiasiegerin Maria Reisch im slowenischen Maribor um weitere Top-Platzierungen gebracht.

Der Riesenslalom auf der aufgeweichten und kaum mehr befahrbaren Piste "Pohorje2" musste nach 25 von 72 Starterinnen im ersten Durchgang abgebrochen werden.

Riesch lag zum Zeitpunkt des Abbruchs aussichtsreich auf Rang drei, 0,21 Sekunden hinter Riesenslalom-Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg, die Bestzeit gefahren war. Weltmeisterin Kathrin Hölzl (0,89 Sekunden zurück) war Siebte, Lindsey Vonn (USA/1,60), Rieschs Dauer-Rivalin im Kampf um den Gesamtweltcup, lag nur auf Platz zwölf.

"Gut anfühlen tut sich das nicht, man muss sich einfach runterkämpfen", sagte Riesch nach ihrem Lauf. Mit Startnummer sechs fand die 26-Jährige noch verhältnismäßig gute Bedingungen vor. "An manchen Stellen war es total gut, an anderen waren schon Spuren drin. Es war völlig unterschiedlich", sagte sie über die mit Kunstdünger mehr schlecht als recht präparierte Strecke.

Vonn begrüßte den Abbruch. "Es war sehr schwer zu fahren, schon mit Nummer sechs, sieben war die Piste schlecht. Es gab so viele Löcher, der Schnee war nicht echt, wie Zucker, es war unfair. Da kannst du dir sogar das Bein brechen. Es ist viel zu warm für ein Skirennen, sehr gefährlich, zu gefährlich", sagte die Abfahrts-Olympiasiegerin.

Hölzl lobte die Entscheidung der Rennjury um den Norweger Atle Skaardal: "Das hatte mit Skifahren nichts zu tun. Abzubrechen war die beste Entscheidung, die man treffen konnte."

Am Sonntag soll mit dem Slalom in Maribor ein neuer Versuch gestartet werden.

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