Ein schwerer Sturz von Stephan Keppler hat die 81. Lauberhorn-Abfahrt im Schweizer Wengen überschattet.

Der 27 Jahre alte Ebinger erwischte die Einfahrt zum "Kernen-S" nicht richtig, wurde nach außen getragen und krachte mit einer Geschwindigkeit von rund 70 km/h in die Luftkissen am Streckenrand.

Keppler blieb zunächst benommen liegen, konnte sich aber bald aufsetzen. Er wurde mit dem Rettungsschlitten abtransportiert und im Helikopter ausgeflogen. Wie schwer er sich verletzt hat, war zunächst unklar. Laut DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier klagte Keppler über Schmerzen in beiden Knien. Zudem hat er sich einen Zahn aus- sowie die Lippe blutig geschlagen und Schürfwunden erlitten.

Zuvor war schon der Schwede Patrik Järbyn böse zu Fall gekommen. Der mit 41 Jahren älteste Rennläufer im Weltcup-Zirkus wurde nach einem Fahrfehler an der "Minsch-Kante" ausgehoben, stürzte bei der Landung und schlug mit dem Kopf auf der Piste auf. Nach einem Überschlag schlug Järbyn im Fangzaun ein.

Nach einigen bangen Minuten des Wartens konnte Järbyn aber aufstehen und Entwarnung geben. Dem ersten Anschein zufolge hat er sich nicht schwer verletzt.

Der Österreicher Klaus Kröll sicherte sich beim Traditionsrennen seinen dritten Weltcup-Erfolg vor Didier Cuche. Der Lokalmatador verpasste die Siegpremiere in Wengen nur um 14/100 Sekunden. Dritter wurde Cuches Landsmann Carlo Janka.

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