Vier Tage nach seinem schweren Sturz in Chamonix hat der österreichische Ski-Rennläufer Mario Scheiber die Saison abgehakt und erwägt sogar das Karrierende.

"Ich fühle mich vom Kopf her nicht bereit, in diesem Winter noch einmal ein Rennen zu bestreiten. Jetzt habe ich genug Zeit, um mir zu überlegen, wie es weitergeht", sagte der 27-Jährige, nachdem er aus dem Krankenhaus entlassen worden war.

Scheiber hatte sich am Donnerstag im Abfahrtstraining einen Bruch des rechten Schlüsselbeins, einen Nasenbeinbruch und eine Nasen-Nebenhöhlenfraktur zugezogen.

"An den Sturz kann ich mich nicht mehr erinnern, es dürften aber sehr viele Schutzengel dabei gewesen sein", sagte der Juniorenweltmeister von 2003.

Die zahlreichen Verletzungen haben Scheiber vor allem mental zugesetzt. So sehr, dass er sogar sein Karriereende erwägt.

"Seit ich im Weltcup bin, war ich öfter im Krankenhaus als auf der Strecke. Ich bin noch nie zwei Saisons durchgefahren. Jede zweite Saison war eine Comeback-Saison", erklärte er: "Das ist für mich sehr schwer mental zu verarbeiten."

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