Der schwer gestürzte Skifahrer Hans Grugger befindet sich weiter auf dem Weg der Besserung. Der 29-Jährige ist inzwischen aus dem künstlichen Tiefschlaf erwacht und kommuniziert mit Ärzten und Angehörigen.

Alexandra Kofler, ärztliche Direktorin des Landeskrankenhaus Innsbruck, sprach bei einer Pressekonferenz für die Medien von "wirklich erfreulichen Nachrichten".

Grugger habe seine Familie erkannt, aber "komplexes Denken ist noch nicht möglich, das ist aber normal. Er hat klar ein hirnorganisches Psychosyndrom", sagte Claudius Thome, Direktor der Universitätsklinik für Neurochirurgie.

Grugger hatte bei seinem Sturz lebensgefährliche Verletzungen erlitten. "Herr Grugger hat ein schweres Schädelhirntrauma mit einer subtoralen Blutung zwischen Hirn- und Schädelknochen erlitten. Das war für das akute Koma verantwortlich", berichtete Thome.

Neben dem Schädelhirntrauma erlitt Grugger eine Verletzung der beim Sturz eingerissenen Halsschlagader, zwei Brüche der Halswirbelsäule, die nicht verschoben sind und dadurch keiner Operation bedingen, Rippenbrüche sowie eine Lungenquetschung.

"Das Risiko zu sterben, liegt laut Erfahrungswerten bei 40 bis 50 Prozent", verdeutlichte Thome nochmals die Schwere der Verletzungen Gruggers.

"Relativ viele Patienten bleiben anhaltend behindert, zum Teil sogar schwerbehindert." Doch die Ärzte sind zuversichtlich, dass der Salzburger den Sturz ohne Spätfolgen überstehen wird. Thome: "Genaues kann man aus heutiger Sicht aber nicht sagen."

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