In Abwesenheit der angeschlagenen Favoritinnen Maria Riesch und Lindsey Vonn hat Marie Marchand-Arvier das erste Training für die WM-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen gewonnen.

Die Französin bewältigte die schwierige, zuvor allerdings leicht entschärfte Piste "Kandahar" in einer Zeit von 1:51,23 Minuten und lag eine Zehntelsekunde vor Lara Gut aus der Schweiz.

Dritte wurde Ingrid Jacquemod (Frankreich/0,33 Sekunden zurück).

Maria Riesch (Partenkirchen) hatte das Training nach wenigen Schwüngen wegen Fiebers beendet, Vonn war wegen der Nachwirkungen einer Gehirnerschütterung gar nicht erst angetreten.

Die Österreicherin Andrea Fischbacher verzichtete nach ihrem Sturz beim Super-G ebenso auf einen Start wie ihre Teamkollegin Elisabeth Görgl, die zum Auftakt Gold im Super-G gewonnen hatte.

Um an der Spezialabfahrt am Sonntag oder an der Super-Kombination (Freitag) teilnehmen zu können, muss eine Athletin mindestens ein Training absolvieren.

Am Donnerstag und Samstag stehen zwei weitere Übungsfahrten auf dem Programm.

Das Ergebnis des ersten Testlaufes ist nur wenig aussagekräftig. Zahlreiche Rennläuferinnen absolvierten das Training wie eine Besichtigungsfahrt - nicht in der kompakten Abfahrtsposition.

Das lag zumeist daran, dass die "Kandahar" für einige Athletinnen noch recht neu war: der Super-G am Dienstag war das erste Rennen auf der für die WM gebauten Piste.

Die war vor dem Training noch etwas entschärft worden. Um Stürze zu vermeiden, rauhten Pistenarbeiter an der Einfahrt zur "Hölle" die Strecke etwas auf.

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