Der Kroate Ivica Kostelic verzichtet bei den alpinen Ski-Weltmeisterschaften auf eine nahezu sichere Medaille.

Der Führende im Gesamtweltcup reiste nach seinem dritten Platz im Super-G am Mittwoch vorübergehend in seine Heimat zurück, wo er sich für ein paar Tage "ans Meer legen und trainieren" will. Er verzichtet damit auf einen Start in der Abfahrt am Samstag sowie in der Super-Kombination am Montag.

Vor allem in der Kombination wäre Kostelic der große Favorit gewesen. Am Mittwoch der kommenden Woche will er nach Garmisch-Partenkirchen zurückkehren.

Kostelic begründete die Reise in die Heimat mit dem anstrengenden Programm bei der WM.

Der Allrounder hätte am Donnerstag und am Freitag zunächst jeweils ein Abfahrtstraining auf der kräfteraubenden "Kandahar" bestreiten müssen, am Samstag dann die Spezialabfahrt, am Sonntag ein weiteres Abfahrtstrainung, am Montag dann die Super-Kombination aus Abfahrt und einem Slalomlauf.

Schon nach dem Super-G am Mittwoch hatte er geklagt: "Heute haben wir Energie verbrannt wie eine Nuklearzentrale."

Kostelic hatte mehrfach erklärt, der Gewinn des Gesamtweltcups sei ihm in dieser Saison wichtiger als die WM. Er kritisierte auch den engen Zeitplan und forderte mehr Zeit zur Vorbereitung auf Großveranstaltungen.

"Wir hatten nur zehn Tage frei vor Olympia letztes Jahr", sagte der 31 Jahre alte Kroate, der drei Tage vor dem ersten WM-Rennen noch beim Weltcup in Hinterstoder am Start war. "Ich glaube nicht", betonte er, "dass das gut ist für die Qualität des Skisports."

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