Die schwere Knieverletzung von Benjamin Raich hat das Fass bei Peter Schröcksnadel zum Überlaufen gebracht.

Der Präsident der Österreichischen Skiverbands (ÖSV) forderte am Mittwochabend den Internationalen Skiverband (FIS) zu raschen Änderungen in der Materialfrage auf. "Wir fordern die FIS auf, endlich etwas zu tun. Es muss etwas geändert werden", meinte der Tiroler.

Für Schröcksnadel, der die schwere Verletzung Raichs als "sehr betrüblich" bezeichnete, steht fest, dass die zahlreichen laufenden Sicherheitsprojekte der FIS nun rasch Früchte abwerfen sollten. "Man tut nichts, dabei wäre es eigentlich sehr einfach. Die Skier sind zu aggressiv und zu breit, die Skier müssen schmäler und länger werden", sagte Schröcksnadel. "Wir sind verantwortlich für die Sicherheit der Athleten. Und diese Sicherheit muss man ihnen geben."

Der Verbandsboss ist überzeugt, dass Raich seine Karriere fortsetzen wird. "Benni wird sicher weiter fahren, aber mit so einem Material sicher nicht."

Herren-Cheftrainer Mathias Berthold wollte sich an der Materialdiskussion nicht beteiligen. "Wir müssen den Fokus jetzt auf andere Dinge legen, jetzt haben wir andere Prioritäten. Aber es gehört sicher etwas gemacht", erklärte Berthold.

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