Der Schweizer Ski-Rennläufer Didier Cuche hat nach den alpinen Weltcup-Rennen im norwegischen Kvitfjell Kritik am deutschen FIS-Renndirektor Günter Hujara geübt.

"Ich bin traurig, wie Hujara mit mir umgegangen ist. Das tat richtig weh", sagte der 36-Jährige am Sonntag im "ZDF": "Ich habe nur zwei, drei Stunden geschlafen die letzten Tage, weil mir die Sache nicht aus dem Kopf gegangen ist." Cuche gewann am Sonntag trotzdem den Super-G in Kvitfjell.

Cuche hatte nach dem ersten Abfahrtstraining am Mittwoch mit Hujara telefoniert und ihm als Mitglied der Athletenkommission nach eigenen Angaben seine Sorge um die Beschaffenheit eines Sprunges auf der Olympiastrecke von 1994 mitgeteilt.

Wegen angeblicher Nötigung des deutschen FIS-Renndirektors wurde er vom Internationalen Ski-Verband (FIS) daraufhin verwarnt und mit einer Geldstrafe von 5000 Schweizer Franken belegt. "Ich habe Hujara nicht gedroht oder genötigt", versicherte Cuche.

Der fragliche Sprung wurde in der Tat abgetragen, Cuche trotzdem bestraft. "Ich habe ihm nur gesagt, du kannst hinterher nicht sagen, dass ich dich nicht vorgewarnt habe. Dann ist er gleich ausgeflippt am Telefon", berichtete Cuche von seinem Gespräch mit Hujara.

Der Schweizer trat mittlerweile aus der Athletenkommission aus. "Wenn man etwas sagt und dann so kritisiert wird, ist das nur Zeit- und Energieverschwendung."

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