Der italienische Speed-Spezialist Werner Heel hat schwere Vorwürfe gegen den Weltverband FIS erhoben.

Über die "Facebook"-Seite des Athletenvertreters Kilian Albrecht wandte sich der dreimalige Weltcup-Sieger an die Funktionäre und warf ihnen Profitgier vor.

Im Hinblick auf die nicht mit den Athleten abgestimmten Material-Veränderungen schrieb Heel: "Ohne Athleten gibt es keinen Sport und ohne Materialausstatter gibt es für uns keine Sponsoren, für euch (FIS-Funktionäre, Anm. d. Red.) hingegen wird immer noch irgendwelches Geld übrig sein, um euch zu mästen."

Der 29-Jährige warf dem Weltverband weiter vor, unfähig in einer Lösungsfindung zu sein. "Es braucht eine Lösung, die gleichzeitig für Euch, die Skifirmen und für uns kleine bedeutungslose Athleten gut ist."

Heel warf der FIS zudem vor die Zukunft des Skisports zu gefährden. "Wir sind in der Entwicklung 40 Jahre zurück. Wie soll das heute funktionieren? Statt endlich mal einen Schritt vorwärts zu nehmen, geht man zehn zurück."

Der Verband berücksichtige nicht die Erfordernisse Aller - "vom Weltcup bis zum kleinen Skiklub" -, sondern denke nur an die eigenen Vorteile. "Es sollen nicht immer die gleichen Mäuler gefüttert werden bis sie platzen vor Machtgier und Hochmütigkeit."

Vielmehr habe die Athleten-Kommission, der Heel angehört, konstruktive Vorschläge zur Sicherheit angeboten, die wenigsten hätten jedoch Gehör gefunden. "Jetzt bestimmen wieder einmal 2-3 Einzelne über uns hinweg", meinte Heel.

Bereits Olympia- und Weltcupsieger Ted Ligety hatte die Änderungen scharf kritisiert und mit den Worten "Das ist der Tod des Riesenslaloms" bezeichnet.

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