Super-Kombinations-Olympiasieger Bode Miller spricht mal wieder vom Aufhören.

Nach den ersten beiden Testfahrten auf der Abfahrtspiste für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi war der Frust über die Kurssetzung bei dem 34 Jahre alten Amerikaner so groß, dass er über ernstzunehmende Motivationsprobleme klagte.

"Wenn das so weitergeht, wird es schwierig für mich, mich zu motivieren. Dann werde ich etwas anderes tun", sagte Miller am Donnerstag nach der zweiten Schussfahrt auf der "Rosa Khutor".

Grundsätzlich gefällt Miller die vom Schweizer Bernhard Russi entworfene Strecke.

"Der Berg hier wäre von seinem Gelände her die beste Abfahrt, die ich je gesehen habe. Aber mit den vielen Toren (im oberen Streckenabschnitt, d. Red.) ist es der beste Super-G, aber keine Abfahrt. Das ist nicht das, was wir Abfahrer wollen", sagte er.

Ohnehin geht laut Miller das goldene Abfahrts-Zeitalter zu Ende: "Heute fahren alle gleich, keiner stürzt mehr. So nimmt man dem Sport das Herz." Und das, findet Miller, sei nix mehr für ihn.

Der Abfahrtsweltmeister von 2005 belegte am Donnerstag bei dem wegen Nebels abgebrochenen Training Platz vier, 1,25 Sekunden hinter Hannes Reichelt aus Österreich. Bei der ersten Testfahrt hatte Miller als 32. noch 3,37 Sekunden Rückstand auf Reichelt gehabt.

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