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Axel Teichmann holte zwei Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften © getty

Nach dem blamablen Weltcup-Auftakt zeigen sich die DSV-Starter in Kuusamo deutlich verbessert. Nur Sprinter Wenzel enttäuscht.

Kuusamo - Axel Teichmann Siebter, Stefanie Böhler auf Platz acht - Deutschlands Skilangläufer haben nach dem Debakel beim Weltcup-Auftakt einen deutlichen Aufwärtstrend gezeigt.

Nur 7,7 Sekunden fehlten Ex-Weltmeister Teichmann nach 15 km im Nebel von Kuusamo zum Podestplatz.

Mit Blick auf die erfüllte Olympia-Norm war der Thüringer bei der Generalprobe für den am kommenden Wochenende anstehenden Heim-Weltcup in Düsseldorf trotzdem zufrieden.

"Ich bin nicht böse über das verpasste Podest, schließlich habe ich mit der Qualifikation für Vancouver mein erstes Saisonziel erreicht", sagte der im Sprint auf Platz 25 gelandete Teichmann nach dem besten deutschen Einzelresultat des Winters: "Mit Olympia habe ich noch eine Rechnung offen, dort will ich dann was mitnehmen. "

15,6 Sekunden hinter Northug

Im Ziel lag der Langsam-Starter nach einer ganz starken Schlussrunde nur 15,6 Sekunden hinter Weltmeister Petter Northug (Norwegen), der mit seinem Sieg die Gesamtweltcup-Spitze übernahm.

Beim Weltcup-Auftakt vor einer Woche hatte es keine deutsche Platzierung unter den Top 20 gegeben. Diesmal erfüllte Tobias Angerer als 14. die erste Hälfte der Olympia-Norm.

Auch Rene Sommerfeldt (19.) und Jens Filbrich (21.) zeigten eine deutliche Leistungssteigerung, weshalb Bundestrainer Jochen Behle froh gestimmt war: "Die Schlussrunde unserer Leute zeigt, dass wir sogar einen Tick besser als die Weltspitze waren.

Und weiter: "Unser Formaufbau stimmt - ich bin mit Männern wie Frauen zufrieden."

Böhler überzeugt

Besonders Stefanie Böhler konnte nach ihrem achten Platz im Sprint auch mit Rang zehn über 10 km überzeugen.

Nur 32,4 Sekunden lag sie hinter der neuen Gesamtweltcup-Spitzenreiterin Aino Kaisa Saarinen (Finnland) und freute sich über das gelöste Olympia-Ticket.

"Nur weil ein Wochenende scheiße war, sind wir ja nicht schlecht. Es ist ein Ruck durchs Team gegangen", sagte die mit 1000 Schweizer Franken belohnte Böhler.

Die am Tag nach ihrem 24. Platz im Sprint mit Position zwölf ebenfalls verbesserte Evi Sachenbacher-Stehle fügte hinzu: "Wir sind zwar nach dem harten Training immer noch müde, aber es geht bergauf."

Wenzl erlebt Debakel

Allerdings traf das noch nicht für das ganze deutsche Langlauf-Team zu, denn im Sprint hatte Spezialist Josef Wenzl mit Platz 61 ein Debakel erlebt.

Nach dem missglückten Debüt für den neuen Sprint-Bundestrainer Tor Arne Hetland muss Wenzl nun in Düsseldorf nachweisen, warum ihm sein neuer norwegischer Coach Hetland eine Olympiamedaille in Vancouver zutraut.

Die Sprint-Siege plus jeweils 15.000 Schweizer Franken gingen an Justyna Kowalczyk (Polen) und Ola Vigen Hattestad (Norwegen).

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