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Tobias Angerer gewann die Premieren-Veranstaltung der Tour de Ski 2006/07 © imago

Das deutsche Duo verpasst einen Platz unter den ersten drei nur um wenige Sekunden. Die Damen enttäuschen.

Oberhof - Auf den Rängen fünf und sechs haben die deutschen Asse Tobias Angerer und Axel Teichmann das Siegerpodest der Tour de Ski knapp verpasst.

Nach dem Prolog-Triumph gewann Weltmeister Petter Northug (Norwegen) in Oberhof auch das zweite Teilstück im Zielspurt mit einer halben Skilänge Vorsprung gegenüber Maxim Wylegschanin (Russland).

Bei den Frauen siegte Topfavoritin Justyna Kowalczyk (Polen) im 10-km-Rennen vor Aino Kaisa Saarinen (Finnland) und übernahm damit neben der Führung in der Tourwertung auch die Spitze im Gesamtweltcup.

Auf Platz 16 war Evi Sachenbacher-Stehle noch die Beste der enttäuschenden Gastgeberinnen. Die Prolog-Fünfte Miriam Gössner (Garmisch) verzichtete auf den Start in der für die eigentliche Biathletin ungewohnten Klassischen Technik (DATENCENTER: Die Tour de Ski).

Selbstvertrauen ist wieder da

"Bis zur letzten Kurve war ich bei Northug, dann konnte ich ihn leider nicht halten", sagte Tobias Angerer nach dem 15-km-Rennen, seiner bislang besten Saisonleistung in einem Distanzrennen.

"Das Selbstvertrauen ist wieder da. Ich bin für die nächsten Tourrennen zuversichtlich."

Am Ende lagen Angerer und der Prolog-Dritte Teichmann nur 3,1 sowie 5,3 Sekunden hinter dem überragend laufenden Northug.

Auch der Thüringer Lokalmatador Jens Filbrich überzeugte auf seiner Heimstrecke und rannte von Prologplatz 62 auf Rang acht nach vorn.

Blendende Leistung

"Die Männer haben sich heute hervorragend verkauft. Das war eine blendende Leistung", sagte Jochen Behle.

Der Bundestrainer lobte auch Nachwuchsmann Tim Tscharnke (Biberau), der als 18. seine bislang beste Weltcup-Leistung ablieferte.

Rene Sommerfeldt (Oberwiesenthal) verpasste als 19. die Olympia-Norm nur um vier Sekunden.

Sachenbacher ist optimistisch

"Beim Prolog war ich 17., diesmal 16. - ich komme der Olympia-Norm immer ein kleines Stückchen näher", sagte Evi Sachenbacher-Stehle zu dem für sie enttäuschenden Ende des zweiten Teilstücks der Acht-Etappen-Tour.

"Ich merke aber, das die Kraft in die Beine zurückkehrt und bin für die nächsten Rennen optimistisch."

Behle von Frauen enttäuscht

Wenig Optimismus war dagegen bei Jochen Behle zu beobachten. Nicole Fessel und Katrin Zeller (beide Oberstdorf) kamen auf den Rängen 25 und 28 schon mit beachtlichen Rückständen ein.

Die gesundheitlich angeschlagene Steffi Böhler (Ibach) wird nach Rang 37 die Tour aufgeben und Claudia Nystad (Oberwiesenthal) fiel von Prologplatz 12 sogar auf Rang 41 zurück.

"Nur Evi hat in der Gesamtwertung noch Kontakt nach vorne. Das hatten wir uns anders vorgestellt", erklärte der Coach.

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