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Axel Teichmann wurde im Jahr 2008/2009 Dritter der Tour de Ski © imago

Der Lobensteiner sprintet in Oberhof auf Rang drei, ist nun Gesamt-Zweiter der Tour de Ski. Bei den Frauen läuft kaum was zusammen.

Oberhof - Axel Teichmann zweimal als Dritter auf dem Siegerpodest und Gesamt-Zweiter, Tobias Angerer und Jens Filbrich in der Spitzengruppe:

Pünktlich zum ersten Saisonhöhepunkt Tour de Ski haben die deutschen Langlauf-Asse ihren Stammplatz in der Weltelite zurückerobert.

In Oberhof überzeugten auf den ersten drei Teilstücken der mit über 700.000 Euro dotierten Acht-Etappen-Tournee vor allem Petter Northug (Norwegen) und Petra Majdic (Slowenien) mit zwei Tagessiegen. (DATENCENTER: Die Tour de Ski)

"Mein Ziel waren zwei Podestplätze"

"Mein Ziel waren zwei Podestplätze in Oberhof. Das habe ich geschafft, und die Ausgangsposition als Zweiter der Gesamtwertung ist sehr gut. Das geht so alles völlig in Ordnung", sagte Axel Teichmann.

Nach seinem Sturm auf den dritten Podestplatz im Prolog überzeugte der Lobensteiner auch auf Platz 6 im 15-km-Handicaprennen sowie am Ende mit dem überraschenden dritten Platz im Klassik-Sprint knapp hinter den Norwegern Eldar Rönning und Northug.

"Im Sprint hatte ich auch ein wenig Glück, aber das war der Lohn für harte Arbeit", sagte Teichmann.

Angerer überzeugt

Auch Tobias Angerer überzeugte vor insgesamt 13.000 Zuschauern auf den ersten Etappen am Oberhofer Grenzadler.

"Ich merke, dass es von Tag zu Tag besser wird. Ein Podium war für mich im Distanzrennen möglich, da hatte ich mit Stockbruch und Sturz Pech", sagte der Tour-Gesamtsieger von 2007.

Jens Filbrich rannte von Prologplatz 62 im 15-km-Lauf auf Platz acht nach vorn, kam durch Sturz im Viertelfinale aber um seine Sprintchancen.

"Axel zweimal auf dem Podest, Tobias und Jens in der Gesamtwertung gut im Bild, vier Mann in den K.o.-Sprints: Die Männer haben sich in Oberhof hervorragend verkauft. Da sind wir absolut zufrieden", schätzte Jochen Behle ein.

Frauen-Team enttäuscht

Komplett konträr fiel die Bilanz des Bundestrainers für den Frauenbereich aus. "Was soll los sein. Wir waren zu langsam. Mehr nicht", grantelte er.

Evi Sachenbacher-Stehle verpasste als 17. sowie 16. der ersten beiden Teilstücke die erhoffte Olympianorm jeweils knapp.

Vorjahres-Prologsiegerin Claudia Nystad verschwand nach Auftaktplatz 12 total im Feld der weit Abgeschlagenen und gab hinterher bekannt, wie auch Manuela Henkel ganz aus dem Wettbewerb zu scheiden.

Nystad und Böhler steigen aus

"Bei Claudia haben wir uns entschieden, ihr nach den letzten harten Wettkampfwochen nun doch schon eine Pause zu gönnen", erklärte Behle.

Damit werden Sachenbacher-Stehle und Kathrin Zeller als einzige DSV-Läuferinnen die Tour zu Ende laufen.

Die im Weltcup noch am besten Klassierte Böhler war wegen einer Erkältung schon vor der dritten Etappe ausgestiegen.

Gössner einziger Lichtblick

Einziger Lichtblick im Frauen-Team ist Biathlon-Aushilfe Miriam Gössner.

Die 19-Jährige vom SC Garmisch löste als Überraschungs-Fünfte des Prologs das Olympia-Ticket und hat angesichts der schlappen Auftritte der Etablierten in Vancouver Chancen, neben dem eingeplanten Staffel-Einsatz auch Einsätze im Teamsprint sowie über 10-km-Freistil zu erhalten.

Gössner wird sich ab Mitte Januar komplett mit den Langläuferinnen auf die Olympischen Spiele vorbereiten und auch bei den Weltcups in Rybinsk und Canmore teilnehmen.

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