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Bei Olympischen Spielen konnte Axel Teichmann noch keine Medallie gewinnen © getty

Axel Teichmann belegt beim Sprint in Prag nur Platz 58. Platz. Bei den Damen ordnet Bundestrainer Jochen Behle den Ausstieg an.

München/Prag - Axel Teichmann verlor nach einem 58. Platz Position zwei in der Tour-Gesamtwertung, die Frauen wurden nach desaströsen Leistungen bis auf Katrin Zeller nach Hause geschickt - die deutschen Skilangläufer haben in der goldenen Stadt Prag einen schwarzen Abend erlebt.

Der einzige Lichtblick im Tiefschnee auf der vierten Etappe der Tour de Ski war Platz zehn von Tim Tscharnke im Sprint, der damit eine halbe Olympia-Norm erfüllte. (DATENCENTER: Die Tour de Ski)

"Bei diesen Verhältnissen war von mir nicht mehr zu erwarten", sagte Schwergewicht Teichmann, nachdem er sich mühsam durch das Schneemehl gepflügt hatte: "Es ist schon verrückt, dass man so weit nach Prag fährt und dann ist nach 1,2 Kilometern Schluss."

Teichmann will attackieren

Ein kleiner Trost war immerhin, dass der bislang mit zwei Siegen überragende Petter Northug als 45. ebenfalls die K.o.-Läufe verpasste. Damit ist der Rückstand in der Gesamtwertung auf den Topfavoriten bei Tour-Halbzeit nur um drei auf insgesamt zwölf Sekunden gewachsen.

Neuer Spitzenreiter ist nach seinem Sieg in Prag der schwedische Sprint-Spezialist Emil Jönsson.

"Ich habe weiter alle Chancen. Jetzt beginnt die Tour neu und ich will attackieren", sagte Teichmann, der sich auf den ersten Ruhetag am Dienstag freut.

Ebenfalls in der Qualifikation Endstation war für die in der Gesamtwertung weiter aussichtsreich im Rennen liegenden Tobias Angerer (37.), Rene Sommerfeldt (61.) und Jens Filbrich (77.). Tom Reichelt schaffte es immerhin ins Viertelfinale und belegte Platz 18.

Schwaches Abschneiden der Damen

Denise Herrmann lag in ihrem Viertelfinale in Führung, büßte durch einen dummen Sturz jedoch alle Chancen ein und landete auf Platz 28.

Auch Nicole Fessel fiel hin und lag am Ende einen Platz vor ihr. Der Sieg ging an die Russin Natalja Korostelewa.

Evi Sachenbacher-Stehle war als 36. genauso in der Qualifikation ausgeschieden wie Katrin Zeller auf Rang 48.

Die Oberstdorferin soll die Tour als Einzige zu Ende laufen, nachdem Bundestrainer Jochen Behle wegen schwachen Leistungen den Ausstieg des gesamten Frauen-Teams angeordnet hat.

Einzig Gössner hält mit Weltspitze mit

"Man braucht nur auf die Ergebnisliste zu schauen, die Resultate der Frauen sind einfach schlecht. Spätestens bei Olympia müssen sie aber Leistung zeigen", sagte Behle.

Nur Biathletin Miriam Gössner hatte als Fünfte bei ihrem einzigen Tour-Einsatz in Oberhof mit der Weltspitze mitgehalten. In der Gesamtwertung lagen Olympiasiegerin Evi Sachenbacher-Stehle und Co. mit mindestens drei Minuten Rückstand schon chancenlos zurück.

Sondertrainingslager geplant

"Bei Evi Sachenbacher-Stehle war bis Montagmittag geplant, bis zum Ende durchzulaufen, aber die Ergebnisse zwangen zu dieser Entscheidung", sagte Behle.

Auch Frauen-Chefcoach Janko Neuber steigt aus der Tour aus. Am Freitag soll ein Sondertrainingslager beginnen.

Evi Sachenbacher-Stehle zeigte Verständnis für die harte Entscheidung: "Ich wäre die Tour gern zu Ende gelaufen. Aber ich sehe ein, dass ein Ausstieg im Hinblick auf Olympia besser ist."

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