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Axel Teichmann ist der erfolgreichste deutsche Skilangläufer aller Zeiten © getty

Prag hat Axel Teichmann abgehakt. Jetzt startet er den Angriff auf die Podestplätze. Die Damen schieben Sonderschichten.

München/Toblach - Auch nach 700 Kilometern Autofahrt mit einer Zwischenübernachtung in München hatte Axel Teichmann die Lust auf den Kampf um den Gesamtsieg bei der Tour de Ski nicht verloren.

"Ich freue mich auf den zweiten Teil der Tour und will wieder voll attackieren", sagte der derzeit beste deutsche Skilangläufer:

"Mit der fünften Etappe beginnt alles ganz neu, da können die Ergebnisse auf den Kopf gestellt werden."

Der Ex-Weltmeister hatte sich mit einer starken Halbzeit-Bilanz von zwei Podestplätzen auf den Horrortrip von Prag nach Toblach gemacht, daran änderte auch der enttäuschende 58. Platz im Tiefschnee in der "Goldenen Stadt" nichts. (DATENCENTER: Die Tour de Ski)

Platz acht in der Gesamtwertung

In der Gesamtwertung fiel er dadurch zwar auf Platz acht zurück, aber die eine Minute Rückstand auf den neuen Gesamt-Spitzenreiter Emil Jönsson aus Scweden schreckten im deutschen Team niemanden.

"Emil ist ein Sprint-Spezialist, der tritt vielleicht zur fünften Etappe gar nicht mehr an. Axel und auch unsere anderen Jungs haben gute Karten, weil sich das Feld wieder zusammenschieben wird", sagte Bundestrainer Jochen Behle.

Schwere 5. Etappe

Es geht am Mittwoch (ab 12.30 Uhr LIVE) über brutal schwere 35 km von Cortina nach Toblach, am Ende dürften die Favoriten auf die 150.000 Schweizer Franken Siegprämie wie Teichmann, der schon bei zwei Tour-Etappen erfolgreiche Petter Northug (Norwegen) oder Titelverteidiger Dario Cologna (Schweiz) zusammen ankommen.

"Ich setzte bei Axel nicht auf den Gesamtsieg, aber natürlich wäre es schön, wenn wir jemanden aufs Podest bekommen", sagte Behle.

Hoffen auf Angerer

Er hofft darauf, dass der Gesamt-14. und erste Tour-Gesamtsieger Tobias Angerer, Jens Reichelt (28.) oder Rene Sommerfeldt (33.) in Toblach den Anschluss nach ganz vorn schaffen.

Beim finalen Schlussanstieg am Alpinhang Alpe Cermis in Cavalese sollen die deutschen Kletterspezialisten dann angreifen.

Behle: "Die Entscheidung wird erst dort fallen."

Tscharnke zur U-23-WM

Nachwuchstalent Tim Tscharnke, der nach seinem zehnten Platz in Prag auch Rang zehn in der Gesamtwertung belegte, trat wie geplant die Heimreise an.

Er soll sich auf die U-23-Weltmeisterschaft in Hinterzarten konzentrieren, hat aber auch noch Chancen auf eine Olympia-Nominierung.

Nach seinem Abschied erreichten noch fünf deutsche Männer und die Alibi-Starterin Katrin Zeller am Dienstag den nächsten Etappenort in Italien.

Sondertrainingslager bei den Damen

Am Freitag werden dann dort auch die nach desaströsen Leistungen aus der Tour geworfenen restlichen deutschen Frauen eintreffen - dann aber zum Sondertrainingslager für Olympia.

Das geplante Vancouver-Team mit Evi Sachenbacher-Stehle, Claudia Nystad, Steffi Böhler und der Biathletin Miriam Gössner soll dort dann mit dem heftig in der Kritik stehenden Frauencoach Janko Neuber noch ein Wunder schaffen.

Behle: "Die Tour-Bilanz der Frauen war unterirdisch, deshalb sind wir ja praktisch nicht mehr vertreten. Aber irgendwann müssen sie ja mal Leistung zeigen."

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