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Renè Sommerfeldt konnte in seiner Karriere bislang drei Weltcupsiege feiern © getty

Vor dem Tour-de-Ski-Finale den Alpe Cermis hinauf, steht am Samstag noch das 20-km-Rennen im klassischen Stil auif dem Programm.

Val di Fiemme - Auch am Ruhetag quälten sich Axel Teichmann und Rene Sommerfeldt im Flockenwirbel für den Traum vom Jackpot bei der Tour de Ski.

Ein Training stand im verschneiten Val di Fiemme an, ehe es am Sonntag (ab 15.30 Uhr LIVE) beim großen Showdown am Alpinhang Alpe Cermis mit bis zu 28 Prozent Steigung um die Siegprämie von gut 100.000 Euro geht.

"Ich bin da schon zweimal hochgelaufen und weiß, was auf mich zukommt", sagte der Gesamt-Dritte Teichmann: "Deshalb laufe ich mich warm. Wenn ich mich jetzt ins Bett lege, komme ich nicht mehr raus."

Das wäre freilich sehr schade, schließlich nimmt der Ex-Weltmeister nur 29,5 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Petter Northug mit in die beiden letzten Etappen am Wochenende.

Ängste und Hoffnungen

Alles redet schon über den Berglauf, aber Rene Sommerfeldt hat vor allem Angst vor dem 20-km-Handicaprennen am Samstag (ab 15.30 Uhr LIVE) in der ungeliebten klassischen Technik: "Wenn ich das gut überstehe, ist wirklich alles drin."

Der Kletterspezialist hat als Elfter nur 1:19, 6 Minuten Rückstand auf Platz eins. (DATENCENTER: Die Tour de Ski).

"Rene ist der Mann, der all die Belastungen am besten wegsteckt und in der Gesamtwertung eine Chance hat. Wir greifen an", sagt Bundestrainer Jochen Behle.

Sommerfeldt gilt als absoluter Bergexperte und hat beim Sturm auf Platz zwei der Gesamtwertung vor zwei Jahren schon bewiesen, dass er wie eine Ziege den Steilhang hochklettern kann.

Nach der Anfahrt zum Alpe Cermis sind auf 3,7 km spektakuläre 425 Höhenmeter zu überwinden.

Gleichgültigkeit bei Teichmann

Durchschnittlich sind das 12 bis 14 Prozent Steigung, aber es gibt auch drei extrem steile Passagen mit bis zu 28 Prozent. Das ist einmalig im Skilanglauf-Zirkus.

"Der Berg ist eigentlich nichts für Axel", sagte Behle. Auch Teichmann fühlt sich in seiner vermeintlichen Außenseiterrollen wohl: "Mir ist völlig egal, ob ich da oben auf dem Alpe Cermis auf dem Podest stehe."

"Respekt vor dem Anstieg"

Der Witzbold mit dem Spitzbart gibt aber gern Tipps an die ängstlichen deutschen Kombinierer um den viermaligen Weltmeister Ronny Ackermann weiter, die im Weltcup erstmals den steilen Hang hochkraxeln müssen.

"Einige haben sich schon bei mir erkundigt und haben gehörigen Respekt vor dem Anstieg. Wir werden sehen, wie weit sie die Beine hochtragen."

Kombinierer-Chefcoach Hermann Weinbuch behält sich vor, "den einen oder anderen aus dem Rennen zu nehmen".

Das ist für Langläufer Sommerfeldt aber keine Option. Er will alles für seinen Traum vom zweiten deutschen Tour-Gesamtsieg nach Tobias Angerer (2007) geben: "Ich freue mich darauf, mich zu quälen."

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