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Der Thüringer Axel Teichmann holte bisher zweimal WM-Gold und fünfmal Silber © imago

Bei Lukas Bauers Sieg in Val di Fiemme läuft Axel Teichmann auf Platz drei. Katrin Zeller bucht das Ticket nach Vancouver.

Val di Fiemme - Skilangläufer Axel Teichmann ist als Dritter von Val di Fiemme zum dritten Mal bei der Tour de Ski auf das Podest gelaufen. Als Dritter der Gesamtwertung hat der Ex-Weltmeister vor dem finalen Berglauf am Sonntag mit 1:30,3 Minuten Rückstand auf Spitzenreiter Petter Northug weiter alle Chancen.

Auch Rene Sommerfeldt kann nach Platz sieben über 20 km weiter vom Treppchen träumen. (DATENCENTER: Die Tour de Ski)

"Die ersten drei Runden ging es mir echt schlecht, aber dann habe ich mich immer besser gefühlt", sagte der im vergangenen Jahr auf Platz drei in der Gesamtwertung gelandete Teichmann.

Wohl ein Zweikampf um den Tour-Sieg

Er träumt aber nicht mehr vom Siegerscheck von 100.000 Euro für den Gesamtsieger: "Ich will oben ankommen, was rauskommt ist zweitrangig. Ich bin von der Statur halt keine Bergziege."

Dafür ein Klassikspezialist, der sich nach gewohnt müdem Beginn am Ende 32,2 Sekunden hinter Sieger Lukas Bauer zum dritten Mal bei dieser Tour über Platz drei freuen konnte.

Der Tscheche siegte nach einem spektakulären Alleingang (Sommerfeldt: "Hut ab vor Lukas") überlegen vor Petter Northug. Der Norweger rettete in der Gesamtwertung ganze 8,3 Sekunden Vorsprung auf Bauer, das Duo wird sich den spektakulären Alpinhang Alpe Cermis hinauf wohl ein Duell um den Gesamtsieg liefern.

Sommerfeldt will sich vorschieben

Die Steigung von bis zu 28 Prozent liegt Sommerfeldt ganz besonders, der mit 2:37,7 Minuten Rückstand als Gesamt-Achter auf die Jagd nach Northug geht.

Vor zwei Jahren stürmte er beim spektakulären Finale von noch weiter hinten auf Platz zwei der Gesamtwertung, diesmal "liebäugele ich mindestens mit Platz fünf bis sechs: Das Podest wird schwer, aber ich werde alles geben."

Er will bei der Anfahrt auf die Klettertour gemeinsame Sache mit dem Teamkollegen Jens Filbrich machen, der nach Platz zehn über 20 km Position neun in der Gesamtwertung belegt.

"Wir haben drei unter den besten neun, wieder einen Podestplatz geholt und vor dem Finale noch alle Chancen. Was will man mehr?", sagte Bundestrainer Jochen Behle.

Majdic setzt sich an der Spitze ab

Freuen konnte er sich auch über die "letzte Mohikanerin" Katrin Zeller, die als Zehnte über 10 km das Olympia-Ticket löste. "Ich war noch nie so kaputt wie hier. Aber ich wusste am letzten Anstieg, dass es um Olympia geht", sagte Zeller: "Ein Wahnsinn, dass ich es geschafft habe."

Nach 10 km kam sie nach dem Rauswurf ihrer schwachen Kolleginnen aus der Tour nur 6,0 Sekunden hinter Siegerin Petra Majdic ins Ziel. Die Slowenin geht auch als Spitzenreiterin in den finalen Berglauf am Sonntag (ab 12.30 Uhr LIVE).

Zeller belegt in der Tour-Gesamtwertung mit 4:26,2 Minuten Rückstand auf Majdic Platz zwölf. Die Spitzenreiterin nimmt 31,4 Sekunden Vorsprung auf Verfolgerin Justyna Kowalczyk (Polen) mit in die gefürchtetet Schlussetappe.

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