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Axel Teichmann musste sich im olympischen 50-km-Rennen nur hinter Petter Northug einreihen © getty

Beim Prolog des Weltcup-Finals glänzt Axel Teichmann als einziger Deutscher in den Top 10. Sachenbacher ist die beste DSV-Dame.

Falun - Der Olympiazweite Axel Teichmann hat zum Abschluss der Saison noch einmal letzte Reserven mobilisiert und am zweiten Tag des Weltcup-Finals der Skilangläufer in Schweden eine tolle Aufholjagd geboten.

Der 30-Jährige aus Lobenstein landete beim Prolog über 3,3 km in der klassischen Technik in Falun nach einem famosen Schlussspurt auf dem fünften Platz. (DATENCENTER: Termine und Ergebnisse)

"Ich habe mir das Rennen gut eingeteilt. Deshalb ging es auch am Ende noch recht gut", sagte Teichmann, der bei der Zwischenzeit nach einem Kilometer nur auf dem 42. Platz lag.

Sachenbacher-Stehle beste Deutsche

Der Olympiazweite Tobias Angerer (Vachendorf) wurde 12., Tom Reichelt (Oberwiesenthal) ging als 50. aus der Loipe. Der 35 Jahre alte Routinier Rene Sommerfeldt aus Oberwiesenthal, der nach dem Weltcup-Finale seine Karriere beenden wird, kam als 52. ins Ziel.

Den Sieg sicherte sich Olympiasieger Dario Cologna aus der Schweiz vor dem Schweden Mats Larsson und dem Russen Maxim Wilgschanin.

Zuvor hatten die deutschen Frauen eine ansprechende Leistung gezeigt. Beim Rennen über 2,5 km in der klassischen Technik landete Teamsprint-Olympiasiegerin Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl) auf dem 13. Platz, Stefanie Böhler (Ibach) wurde 15., die

Olympiazweite Katrin Zeller (Oberstdorf) kam als 21. ins Ziel.

"Alle auf dem Zahnfleisch"

"Ich denke, es war ganz gut. Ich habe mich nicht kaputt gefühlt und es hat ganz gut gepasst", meinte Sachenbacher-Stehle.

In den beiden abschließenden Saisonrennen am Samstag und Sonntag will sie noch einmal angreifen: "Es ist nicht mehr viel Benzin im Tank, aber das geht allen so. Alle gehen ein bisschen auf dem Zahnfleisch und sind auch im Kopf müde. Jetzt kommt es darauf an, nochmal alles aus sich rauszuholen. Ich hoffe, dass ich nochmal zuschlagen kann."

Auch Bundestrainer Jochen Behle war mit der Vorstellung der Frauen einverstanden. "Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Die Mädels haben sich sehr gut verkauft und sich das Rennen sehr gut eingeteilt", sagte der Coach.

Drei Deutsche liegen flach

"Evi hatte ja schon zuletzt gezeigt, dass sie in guter Form ist. Ich hoffe, sie kann auch am Wochenende nochmal daran anknüpfen", ergänzte Behle.

Auf dem Podium standen ausschließlich Olympiasiegerinnen. Den Sieg sicherte sich die Polin Justyna Kowalczyk vor der dreimaligen Goldmedaillengewinnerin Marit Björgen (Norwegen) und der Schwedin Charlotte Kalla.

Teamsprint-Olympiasiegerin Claudia Nystad (Oberwiesenthal), Nicole Fessel (Oberstdorf) sowie Jens Filbrich (Frankenhain) waren vor dem letzten Weltcup der Saison erkrankt und fehlten in Schweden.

Im Gesamtweltcup standen Olympiasieger Petter Northug (Norwegen) und Kowalczyk schon vor dem Weltcup-Finale als Gewinner fest.

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