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Evi Sachenbacher-Stehle holte bei der WM 2009 Silber mit der Staffel © imago

Vor dem Weltcup-Auftakt in Gällivare kündigt die Olympiasiegerin an, noch bis Sotschi 2014 zu laufen und gibt sich kämpferisch.

München - Gold-Kollegin Claudia Nystad hat ihre Karriere beendet, Evi Sachenbacher-Stehle nimmt dagegen lieber den dritten Olympiasieg ins Visier.

"Bis zu den Winterspielen 2014 in Sotschi mache ich auf jeden Fall weiter", sagte Deutschlands beste Skilangläuferin: "Danach lasse ich mir alles offen."

Also auch einen Start bei möglichen Olympischen Spielen 2018 in ihrer bayerischen Heimat, selbst wenn ihr das bis dahin momentan "noch arg lang" erscheint und sie ja auch "irgendwann mal an die Familienplanung denken will".

Für die nächste Olympiaperiode hat sich die Strahlefrau aber für die Loipe entschieden, schließlich wird sie am 27. November gerade mal 30 Jahre alt.

2018 gar nicht unrealistisch

Damit erreicht sie in dem Ausdauersport, in dem oft die älteren Athleten dominieren, eigentlich erst den Zenit ihrer Karriere.

Die Norwegerin Hilde Pedersen gewann bei Olympia 2006 im stolzen Alter von 41 Jahren noch eine Medaille - somit erscheint Evis heimlicher Traum von München 2018 gar nicht so unrealistisch.

Olympiasieg "wie ein Traum"

Im Medaillenschrank im Wohnzimmer, den ein Bekannter extra gezimmert hat, wäre jedenfalls noch Platz für weitere Olympiamedaillen. Neben der goldenen Staffel-Plakette von 2002 hat dort ihr Sensations-Gold von Vancouver einen ganz besonderen Platz.

Dass sie im Februar mit Claudia Nystad im Teamsprint triumphiert hat, erscheint ihr heute noch ein bisschen unglaublich: "Ich bin zweimal Olympiasiegerin - das ist wie ein Traum."

Gute Vorbereitung ohne Schmerzen

Und zugleich Ansporn, auch im anstehenden Winter mit der WM im nordischen Mekka Oslo wieder aufs Podest zu steigen.

"Da will ich eine Medaille im Einzel und der Staffel. Alles andere wäre gelogen."

Die Voraussetzungen dafür sind bestens, schließlich konnte sich Sachenbacher-Stehle diesmal schmerzfrei ohne ihre latenten Fußprobleme auf die Saison vorbereiten. In den letzten Wochen holte sie sich bei besten Schneebedingungen mit den deutschen Teamkollegen in der Dunkelheit des finnischen Munio den letzten Feinschliff für die Saison.

Beste Laune im Team

Beim Weltcup-Start am Wochenende im schwedischen Gällivare wäre sie trotzdem schon mit einem Platz unter den besten 15 zufrieden.

"Ich brauche immer ein paar Rennen, ehe ich in die Saison reinkomme", sagt Sachenbacher-Stehle: "Aber dann will ich auch im Weltcup angreifen."

Die Strahlefrau ist wirklich bester Stimmung, zumal auch der Dauer-Zwist mit Bundestrainer Jochen Behle (vorerst) bereinigt ist: "Momentan verstehen wir uns alle bestens."

Und selbst den Abschied ihrer Gold-Kollegin Nystad hat Sachenbacher-Stehle verwunden und ist bei der Suche nach einer neuen (Gold)Partnerin im Teamsprint fündig geworden: "Nicole Fessel war zuletzt im Sprint sehr stark."

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