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Axel Teichmann verpasste in Oberhof anders als im Vorjahr das Podest © getty

Beim Tour-de-Ski-Gastspiel in Oberhof ist der Ex-Weltmeister bester Deutscher - Angerer steigt aus. Wirbel gibt's um zu hohe Blutwerte.

Oberhof - Die deutschen Skilangläufer haben auch im neuen Jahr noch nicht zu alter Form gefunden:

Ex-Weltmeister Axel Teichmann (Bad Lobenstein) kämpfte sich auf der zweiten Etappe der Tour de Ski in Oberhof zwar auf den zehnten Platz vor, verpasste aber anders als im Vorjahr das Podest.

Der Olympiazweite Tobias Angerer musste beim Sieg des Schweizers Dario Cologna sogar entkräftet aufgeben. (DATENCENTER: Alle Weltcup-Ergebnisse 2010/'11)

Für einen faden Beigeschmack sorgte in Oberhof der Dopingverdacht gegen Vizeweltmeister Maxim Wylegschanin.

Doping-Gespenst zurück

FIS-Renndirektor Jürg Capol bestätigte, dass bei insgesamt vier Sportlern zu hohe Blutwerte der Grund für die fünftägige Schutzsperre waren.

"Bei drei der Athleten haben wir schon in der Vergangenheit erhöhte Werte festgestellt. Wenn es dafür genetische Gründe gibt, kann man das eintragen lassen. Das ist bei diesen drei aber nicht der Fall", sagte der Schweizer.

Nicht mehr im Rennen ist nach seinem Ausstieg auch der Olympiazweite Angerer.

Angerer wirft hin

"Das war seine eigene Entscheidung. Er hat gesehen, dass er nicht mit der Spitzengruppe mithalten kann und die Konsequenzen gezogen", sagte Bundestrainer Jochen Behle. Der Bayer aus Vachendorf hatte die Tour bei der Premiere 2007 gewonnen.

Dagegen machte Axel Teichmann in seiner Boden gut; er kam 10,1 Sekunden hinter Cologna ins Ziel und kletterte vom 13. auf den 10. Platz.

"Dieses Ergebnis macht Mut für die kommenden Tage", sagte Behle. Jens Filbrich (Frankenhain) liegt nach dem 15-km-Rennen auf Rang 17., Tom Reichelt (Oberwiesenthal) sammelte als 27. ebenfalls noch Weltcup-Punkte.

DSV-Frauen enttäuschen

Bei den Frauen siegte Titelverteidigerin Justyna Kowalczyk (Polen) mit 27,5 Sekunden Vorsprung auf die Finnin Krista Lahteenmaki.

Beste der insgesamt enttäuschenden deutschen Läuferinnen war Katrin Zeller (Oberstdorf), die als 30. knapp vor Steffi Böhler (Ibach) schon 1:52,4 Minuten Rückstand aufweist.

Denise Herrmann (Oberwiesenthal) bestätigte ihren starken siebten Rang aus dem Prolog nicht und fiel auf den 38. Platz zurück.

Bundestrainer Behle enttäuscht

"Mit diesem Ergebnis können wir nicht zufrieden sein. Dabei hatten wir eigentlich eine gute Ausgangsposition", sagte Behle: "Steffi und Katrin wollten wir unter die ersten 20 bringen. Aber der Rückstand ist jetzt doch schon sehr groß."

Newcomerin Herrmann zollte derweil einem Sturz auf der ersten Abfahrt Tribut.

"Heute war viel Pech dabei. Nach dem Sturz habe ich noch einmal alles geben, den Anschluss aber nicht mehr geschafft. Eigentlich wollte ich schon in die Punkte laufen", sagte die 22-Jährige.

Dritte Etappe am Sonntag

Weit zurück liegen auch Lucia Anger (51.), Sandra Ringwald (54.), Helene Jacob (56.) und Hanna Kolb (57.).

Schon am Sonntag wartet in Oberstdorf die dritte Etappe. Ab 14. 45 Uhr steht auf den WM-Loipen im Langlaufstadion Ried der Sprint in der klassischen Technik auf dem Programm.

Am Montag geht es mit der Doppelverfolgung weiter, ehe nach einem Ruhetag zwei Etappen im italienischen Toblach folgen.

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