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Tobias Angerer kann nach überstandener Krankheit wieder voll angreifen © getty

Tobias Angerer kann nach überstandener Krankheit bei der Tour de Ski starten und nährt die Hoffnungen auf eine Top-Platzierung.

München - Grünes Licht für Tobias Angerer:

Der Olympiazweite hat nach einer Blutuntersuchung von Mannschaftsarzt Dr. Bernd Wolfarth die Starterlaubnis für die am Samstag in Oberhof beginnende Tour de Ski erhalten.

Dort gilt der Vizeweltmeister aus Vachendorf neben Axel Teichmann als große deutsche Hoffnung auf eine Top-Platzierung in der Gesamtwertung.

"Die Entzündungswerte haben sich normalisiert, er kann antreten", sagte Wolfarth.

Angerer bricht Tests ab

Angerer, Gesamtweltcup-Gewinner von 2006 und 2007, plagte sich in den vergangenen Tagen nach auskurierter Grippe mit einer Viruserkrankung herum und hatte seinen Tour-Test am Wochenende beim Alpencup in St. Ulrich abgebrochen. Nach einer Blutkontrolle musste er dann mit dem Training pausieren.

Der Tour-Gewinner von 2007 hofft nun, dass "der Körper richtig mitmacht". Für ihn sei die Tour schließlich neben der WM im Februar der Saisonhöhepunkt. Laut Wolfarth kann der 31-Jährige am Mittwoch wieder trainieren.

"Meine Tochter gibt mir Kraft"

Über die Auswirkungen der Krankheit auf die aktuelle Form will er nicht spekulieren: "Ich bin kein Hellseher. Es besteht auf alle Fälle kein gesundheitliches Risiko mehr."

Angerer hatte sich in den vergangenen beiden Wochen daheim in Bayern auf das Etappenrennen vorbereitet, nachdem er vorzeitig vom Weltcup in La Clusaz abgereist war. "Ich habe zuhause auch durch mein Töchterchen Kraft geschöpft, sie ist die beste Abwechslung", sagte er.

Die kleine Karlotta kam im September zur Welt, in Oberhof wird sie den Papa möglicherweise im Ziel erwarten.

Norwegen ist Favorit

"Ich kämpfe mich durch. Klinsmann hatte in München auch einen schweren Start - und sich durchgebissen", sagt der Bayern-Fan. Nach dem "zähen Saisonauftakt" glaubt er trotz der für ihn schwierigen Situation an ordentliche Ergebnisse.

"Man darf sich keine Schwäche erlauben, die Zeit läuft immer mit. Auch die Zeitgutschriften beim Sprint sind nicht zu verachten", meint Angerer. Er sieht vor allem die Norweger als Favoriten, zählt auch den Teamkollegen Teichmann zu den Kadidaten für den Gesamtsieg.

Cheftrainer Jochen Behle sieht bei seinem einstigen Siegläufer wegen der fehlenden Erfolgserlebnisse auch ein Kopfproblem. Angerer meint dazu: "Das ist doch klar. Wenn man paar Rennen gewinnt, läuft es sich einfacher."

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