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Axel Teichmann gewann bereits zweimal Einzel-Gold bei Weltmeisterschaften © imago

Nach Claudia Nystad gewinnt auch Axel Teichmann in Oberhof den Prolog zur Tour de Ski. Tobias Angerer meldet sich zurück.

Oberhof - Weltmeister Axel Teichmann und Claudia Nystad haben zum Auftakt der Tour de Ski in Oberhof als Prolog-Gewinner für einen Paukenschlag gesorgt.

Der 29-jährige Teichmann nahm dem zweitplatzierten Schweizer Dario Cologna über die 3,7 km in der freien Technik gleich 8,2 Sekunden ab und erhielt 15 Bonussekunden für die Gesamtwertung.

Die 30-jährige Nystad (Oberwiesenthal) siegte bei eisiger Kälte über 2,8 km mit 1,1 Sekunden Vorsprung auf die Italienerin Arianna Follis.

"Ein perfekter Auftakt. Es ist das erste Mal, dass ich ein Leader-Trikot habe - das ist ein tolles Gefühl, einfach wunderbar", sagte eine glücklich strahlende Nystad.

"Am Ende richtig Gas gegeben"

Teichmann meinte: "Der Sieg von Claudia motivierte zusätzlich und dann trieb mich die lautstarke Heimkulisse schon beim Einlaufen an. Ich habe mir die Kräfte gut eingeteilt, am Ende richtig Gas gegeben."

Bei 1,3 Kilometern hatte er noch auf Platz 14 gelegen.

Nahezu optimales Team-Ergebnis

Cheftrainer Jochen Behle konnte sich auch über ein ausgezeichnetes Mannschaftsergebnis freuen. Tom Reichelt, Premieren-Gewinner Tobias Anger und Rene Sommerfeldt landeten auf den Rängen sechs, zwölf sowie 16. Stefanie Böhler wurde Neunte, Evi Sachenbacher-Stehle Zwölfte.

"Besser geht es fast nicht", so Behle. Am Sonntag (ab 12.45 Uhr LIVE )finden die Jagdrennen in der klassischen Technik der Frauen (10 km) und Männer (15 km) statt.

Teichmann hofft für Sonntag auf einen weiteren deutschen Podestplatz: "Wer am besten regeneriert und im Kopf frisch ist, der kann am Ende ganz oben stehen."

Kein Gedanke an den Gesamtsieg

Der Gesamtsieg nach den sieben Etappen bis zum 4. Januar in Val di Fiemme ist für Vize-Weltmeisterin Nystad noch kein Thema: "Ich denke von Rennen zu Rennen, und mein großes Ziel ist die WM. Ich habe noch nicht mal einen Plan für Sonntag. Ich bin auf jeden Fall die Gejagte, das ist schwerer, als von hinten zu kommen."

Angerer, der nach einer Viruserkrankung wieder antreten konnte, denkt ebenfalls nur "von Tag zu Tag". Er fühle sich auf jeden Fall besser als in den vergangenen Wochen. "Das schönste Geschenk für mich war die Starterlaubnis vom Arzt", sagte der 31-Jährige.

Einige Favoriten brachten sich bereits gut in Stellung: Die Slowenin Petra Majdic und Justyna Kowalczyk aus Polen wurden mit jeweils 2,3 Sekunden Abstand Dritte. Auch der Norweger Petter Northug (13,0 Sekunden zurück) schaffte es auf das Podest.

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