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Claudia Nystad gewann 2002 olympisches Gold mit der Staffel © getty

Die 30-Jährige erreicht bei der Tour de Ski in Prag als einzige DSV-Athletin das Finale. Dort unterläuft ihr jedoch ein Patzer.

Prag - Für die deutschen Skilangläufer ging bei der dritten Etappe der Tour de Ski in Prag so ziemlich alles schief.

Claudia Nystad stürzte im Sprint-Finale über 1,3 km und kam auf Platz sechs, Tobias Angerer wurde ständig "eingeklemmt" und schied wie Tom Reichelt nach Stockbruch im Viertelfinale aus, Prolog-Gewinner Axel Teichmann fehlten schon in der Qualifikation als 35. winzige 0,80 Sekunden zum Weiterkommen.

Die Tagessiege in der freien Technik sicherten der Norweger Tor Arne Hetland und Arianna Follis, die Italienerin übernahm zugleich als Gesamt-Spitzenreiterin das rote Leader-Trikot.

Bei den Männern blieb der diesmal achtplatzierte Schweizer Dario Cologna vorn, Teichmann fiel von Platz zwei auf zehn zurück und hat 48,3 Sekunden Abstand.

"Nicht ins Rennen gekommen"

"Ich ärgere mich schon, bin nicht so richtig ins Rennen gekommen", meinte der Gesamt-13. Angerer (59,8 Sekunden zurück) nach seinen vergeblichen Überholversuchen.

Mit Blick auf die Gesamtwertung blieb er jedoch gelassen: "Bei solch einer Tour kann noch viel passieren."

Reichelt fühlte sich in seinem Lauf nach dem eigenen Stockbruch kurz nach dem Start auch noch vom später folgenden Sturz der Spitzenleute vor ihm behindert.

Sachenbacher-Stehle zufrieden

Da hatte Favorit Teichmann seinen Renntag längst beendet. "Ich habe alles gegeben, es war knapp - nun muss ich mir in den nächsten Rennen ein paar Bonussekunden schnappen", meinte der Thüringer nach dem frühen Ausscheiden.

Evi Sachenbacher-Stehle war als Zehnte zufrieden, auch Stefanie Böhler kassierte als 13. einige wertvolle Sekunden für die Gesamtwertung.

Dort ist sie Neunte und somit zwei Ränge vor Nystad.

Rennen an Silvester und Neujahr

Nach einem Ruhetag stehen am Silvestertag in Nove Mesto die Klassik-Rennen über 10 km (Frauen) und 15 km (Männer) auf dem Programm.

Gleich am Neujahrstag wird in dem tschechischen Wintersportort ein Sprint durchgeführt, ehe am Wochenende in Val di Fiemme die Entscheidung bei der mit 600.000 Euro dotierten dritten Tour-Auflage fallen wird.

Nach der harschen Kritik vom Vorjahr waren die Athleten diesmal mit der bestens präparierten Loipe in der Hauptstadt zufrieden. "Das war eine hundertprozentige Verbesserung, die Strecke war ausreichend breit", meinte Angerer.

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