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Axel Teichmann gewann 2005 den Gesamt-Weltcup © getty

Bei den deutschen Langläufern herrscht nach dem Beginn der Tour de Ski viel Zuversicht. Den Rückstand nehmen die Stars locker.

Prag - Für die Anwärter auf den Gesamtsieg geht die Tour de Ski jetzt erst richtig los.

Axel Teichmann und Tobias Angerer haben beim "Vorgeplänkel" zwar ein paar Sekunden verloren (zum Artikel: Sturz bringt Nystad um Siegchance), aber dafür mächtig Selbstvertrauen getankt. Beim Klassikrennen über 15 km am Silvestertag in Nove Mesto will das Duo angreifen.

"Wir haben noch eine Menge vor uns. Meine Form ist auch in Ordnung - also kann ich angreifen", meinte der Gesamt-Zehnte Teichmann und fügte hinzu: "Ein Klassiker mit Einzelstart ist eine Sache, die mir liegt."

Favorit Cologna

Als Favoriten auf die Tour-Krone sieht der 29-Jährige vom WSV Bad Lobenstein den Schweizer Dario Cologna. Der Allrounder liegt nach drei von sieben Etappen 48,3 Sekunden vor dem Thüringer (DATENCENTER: Alle Ergebnisse der Tour de Ski).

Beim Vorlauf konnte das schwach in die Saison gestartete deutsche Team mit Blick auf die WM ab Mitte Februar in Liberec seine Konkurrenzfähigkeit unter Beweis stellen.

Vor allem die Prolog-Siege in Oberhof von Teichmann und Claudia Nystad (Oberwiesenthal), die auch im Sprint von Prag das Finale erreichte, sorgten für Optimismus.

"Jetzt geht die Tour los"

"Wir liegen im grünen Bereich, auch wenn wir bei den Männern gern ein paar Bonussekunden im Sprint aus Prag mitgenommen hätten", resümierte Behle: "Jetzt sind wir in den nächsten Distanzrennen eben ein wenig im Zugzwang. Jetzt geht die Tour erst richtig los." Angerer (Vachendorf/Gesamt-13.) habe sich nach seiner Krankheit eindrucksvoll zurückgemeldet, er fühle sich sichtlich wohl.

Knapp eine Minute beträgt Angerers Abstand zur Spitze. "Ich weiß, wie man die Tour gewinnen kann", sagt der Premieren-Sieger von 2007 selbstbewusst. Auch Teichmann blieb nach dem Aus in der Qualifikation gelassen: "Kein Weltuntergang."

Nächste Station Nove Mesto

Am Ruhetag hatte Behle seine Schützlinge zu einem lockeren Skilauf über 20 bis 30 km geladen, bei dem auch Material getestet wurde. Für den Nachmittag stand noch ein leichter Crosslauf auf dem Programm.

"Die Strecken in Nove Mesto sind uns zwar bestens bekannt", meinte Behle: "Das Problem ist nur, dass wir noch immer nicht wissen, auf welchen Abschnitten eigentlich gelaufen werden kann. Naturschnee ist in Nove Mesto Mangelware und die Streckenwahl hängt davon ab, wie viel Kunstschnee noch produziert werden kann."

Nicole Fessel (Oberstdorf) und die bereits für die WM qualifizierte Manuela Henkel (Oberhof) stiegen wie geplant aus der Tour aus.

Beide sollen auf den schweren Strecken keine "Kräfte vergeuden", treten nun bei den Sprintmeisterschaften am Wochenende in Isny an.

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