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Axel Teichmann gewann bei der WM 2007 in Sapporo Gold in der Verfolgung © getty

Der Weltmeister siegt auf der vorletzten Etappe und verkürzt den Rückstand auf den führenden Schweizer. Nystad und Sachenbacher enttäuschen.

Lago di Tesero - Mit seinem dritten Etappensieg hat Langlauf-Weltmeister Axel Teichmann die Chance auf den Gesamtsieg bei der Tour de Ski erheblich verbessert.

Der Thüringer liegt vor dem finalen 11-km-Anstieg am Sonntag (ab 13 Uhr LIVESCORES) am alpinen Steilhang von Alpe Cermis als neuer Gesamtzweiter nur noch 34,1 Sekunden hinter Dario Cologna (Schweiz).

Teichmann könnte als zweiter Deutscher nach Tobias Angerer (2007) die rund 90.000 Euro Siegprämie kassieren.

Cologna behält die Führung

Cologna wurde im 20-km-Massenstartrennen am Lago di Tesero hinter Teichmann, Sami Jauhojärvi (Finnland) und Nikolaj Tschebotko (Kasachstan) Vierter.

Bei den Frauen gewann Tour-Spitzenreiterin Virpi Kuitunen (Finnland) über 10 km, Steffi Böhler (Ibach) wurde Siebte.

"Anstrengend, aber obergeil"

"Das war heute ziemlich anstrengend, aber obergeil", meinte Teichmann im Ziel mit Eiskristallen im roten Bart.

Bei grimmigem Frost von 10 Grad unter dem Gefrierpunkt gewann er auch noch zwei Zwischensprints, sammelte insgesamt 50 Bonussekunden ein und rückte in der Tour-Wertung von Rang fünf auf zwei nach vorn.

"Der Plan, so viele Bonussekunden wie möglich zu sammeln, ist optimal aufgegangen. Großer Dank an Jens Filbrich, der mich fantastisch unterstützt hat." Filbrich zeigte ein starkes Rennen und wurde nur vier Sekunden hinter seinem Teamkollegen Siebter.

Behle traut Teichmann den Gesamtsieg zu

"Drei Siege bei der Tour - das spricht für Axels Klasse. Jetzt traue ich ihm natürlich auch den Gesamtsieg zu", sagte Jochen Behle.

Der Bundestrainer zollte auch dem erneut überraschend starken Schweizer Cologna "große Hochachtung, aber er muss morgen von vorn allein marschieren. Das wird schwer. Axel darf nur nicht zu schnell angreifen, denn der Berg ist lang."

Böhler wird gute Siebte

Bei den Frauen ist das deutsche Team vom Ziel, zwei Läuferinnen in die Top Ten zu bringen, ein großes Stück in die Ferne gerückt. Die Massenstart-Elfte Katrin Zeller liegt auf Rang 14 derzeit mehr als 30 Sekunden hinter den besten Zehn zurück und ist damit die beste deutsche Läuferin.

"Ich bin super durchgekommen und bin mit dem Rennen hoch zufrieden. Nun will ich versuchen, den Anstieg zum Finale ähnlich gut zu schaffen und in der Gesamtwertung noch ein paar Plätze aufzuholen", meinte Steffi Böhler. Stark präsentierte sich auch Katrin Zeller als Elfte.

Nystad und Sachenbacher enttäuschen

Dagegen fielen die eigentlichen Paradeläuferinnen Claudia Nystad (17.) und Evi Sachenbacher-Stehle (26.) deutlich ab. "Ich bin überhaupt nicht in Tritt gekommen.

Mir war total schwindlig, und ich hatte Kopfweh. Keine Ahnung, was los war. So komme ich am Sonntag niemals den Berg hoch", sagte Sachenbacher-Stehle.

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